Fit unterm Christbaum – So entschärfen Sie Schlemmerfallen zur Weihnachtszeit

21. Dezember 2007

Den weihnachtlichen Kalorienverbrauch reduzieren

(IS) Alle Jahre wieder – Weihnachten steht erneut vor der Tür. Und mit der Weihnachtszeit halten Dominosteine, Lebkuchen, Marzipan, Nougat sowie üppige Festtagsmenüs mit knusprigem Braten und sämigen Saucen Einzug. So werden die Festtage schnell zum endlosen Schmaus. Klingt verlockend – wenn da nicht die vielen Kalorien wären, die nach einer sündigen Weihnachtszeit für einige Kilos mehr auf den Hüften sorgen. Doch wer möchte schon auf Weihnachtsleckereien verzichten?

Weihnachtsschlemmereien - Die Auswahl macht’s

Der Kalorienbedarf ist entscheidend für den Ernährungsplan Gerade in der Weihnachtszeit summieren sich die verschiedensten Naschereien und es lassen sich schnell die „Hauptsünden“ zusammenfassen: Zu viel, zu fett und zu viel Süßes. Durch eine gezielte Auswahl kalorien- und fettarmer Weihnachtsleckereien ist ein Verzicht auf solcherlei Gaumenfreuden nicht nötig. Schließlich hat Genuss auch sein Gutes: Denn nur wer sich Zeit nimmt und sein Essen genießt, der isst auch richtig und fühlt sich wohl. Um problemlos gesund genießen und dabei viele Fett- und Zuckerkalorien einsparen zu können, ohne auf den Geschmack verzichten zu müssen, bedarf es der Einhaltung von nur wenigen Grundregeln der leichten Küche.

Schon bei den Beilagen können einige Kalorien eingespart werden, wenn auf die leichten Alternativen zurückgegriffen wird. Statt fettreichen Varianten, wie z.B. Pommes Frites, Bratkartoffeln oder Rösti, sind Gemüse oder Salzkartoffeln, gewürzt mit vielen frischen Kräutern, zu bevorzugen. Auch die Vorspeisen können, alternativ zu üppigen Pasteten und sämigen Festtagssuppen, leichter ausfallen. Zu den „schlanken“ Vorspeisen zählen u.a. Gemüsesuppen mit viel Gemüse, Gemüse-Antipasti oder Salate, die durch Nüsse und Apfelsinen mit einer weihnachtlichen Note versehen werden können.

Auch bei den „dicksten Braten“, z.B. der Weihnachtsgans (eine Portion á 250 g mit Haut hat 845 kcal), können ein paar Tricks dabei helfen, diese Kalorienbomben zumindest zu entschärfen. Stechen Sie die Haut – vor allem um die Keulen herum – vor dem Braten an und begießen Sie die Gans während der gesamten Bratdauer des Öfteren mit Eiswasser. Der Temperaturschock lässt das Fett in Strömen fließen. Als positiver Nebeneffekt ergibt sich eine besonders knusprige Haut. Noch effizienter ist die Kalorieneinsparung allerdings, wenn die Geflügelhaut ganz weggelassen wird.
Bevor Sie die Sauce zubereiten, sollten Sie den Bratensaft der Ente zudem unbedingt mit Hilfe eines Fettkännchens vom Bratfett befreien.

Fisch – Die leichte Alternative

Fische sind von Natur aus echte Leichtgewichte. So hat eine 250 g Portion Karpfen (gedünstet) 305 kcal, eine 250 g Portion Forelle oder Seelachs nur ca. 200 kcal. Auch mit einer 250 g Portion Lachs, die 435 kcal enthält, kann man, im Gegensatz zum Gänsebraten incl. Haut, fast die Hälfte an Kalorien einsparen. Servieren Sie dazu eine Portion Pell- oder Salzkartoffeln, eine Portion Gemüse sowie einen frischen Salat und fertig ist der lecker-leichte Hauptgang Ihres Festtagsmenüs. Vorneweg bietet sich eine Gemüsesuppe an und als Nachspeise ein exotischer Obstsalat.

Weitere Tipps zu den „alltäglichen“ Naschereien rund um’s Fest

Wird dem Dresdner Stollen beispielsweise ein Quarkstollen vorgezogen, so werden pro Stück 7 Gramm Fett eingespart. Und auch bei Plätzchen kann eine ordentliche Portion an Fett eingespart werden. Werden beim Adventskaffee ein Anisplätzchen, ein Pfefferlebkuchen und ein Zimtstern verzehrt und das Bethmännchen, der Elisenlebkuchen sowie das Nussplätzchen auf dem Weihnachtsteller liegengelassen, so beträgt der Einsparungseffekt an Fett ganze 13 Gramm. Ist diese Kalorieneinsparung für manche aber immer noch nicht genug, so sollte Obst zumindest einen Teil der schokoladigen Naschereien ersetzen. Als weihnachtlicher Klassiker ist hier der Bratapfel als „leichte“ und trotzdem leckere Alternative nicht zu verachten. Des Weiteren bietet sich als köstliche Variante Trockenobst an. Datteln, Feigen und Pflaumen schmecken nicht nur süß und enthalten kein Fett, sondern liefern dem Körper darüber hinaus wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Auch die Menge ist entscheidend

Neben der richtigen Auswahl an Weihnachtsnaschereien spielt natürlich auch die Menge der konsumierten Köstlichkeiten eine Rolle. Also genießen Sie lieber bewusst zwei bis drei Marzipankartoffeln oder Spekulatius anstatt fünf Stück und mehr davon in sich hineinzustopfen.

Was Sie sonst noch beachten können, um leicht durch diese „schwere“ Zeit zu kommen

Gemüse Wenn Sie überflüssige Pfunde vermeiden wollen, achten Sie gerade in dieser Zeit auf eine kohlenhydratreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Denn ausreichend gefüllte Kohlenhydratspeicher sorgen dafür, dass der Körper für längere Zeit mit Energie versorgt ist. Heißhungerattacken bzw. die Vorlieben auf die süßen Weihnachtsnaschereien halten sich somit in Grenzen. Durch einen hohen Anteil an Obst und Gemüse in der täglichen Ernährung wird der Körper zudem ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Diese stärken unser Immunsystem und helfen uns, gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

Zusätzlich sollte eine regelmäßige körperliche Betätigung in die Weihnachtszeit eingebaut werden. Speziell im Winter bieten sich Sportarten wie Skifahren, Langlaufen oder Nordic Walking an. Ausgedehnte Spaziergänge durch die winterliche Landschaft oder eine Schneeballschlacht mit den Kindern verbrauchen ebenfalls einige Kalorien.

Auch das Trinken nicht vergessen!

Gerade im Winter wird das regelmäßige Trinken oft vernachlässigt und unterschätzt. Trockene Büroluft erhöht zudem den Bedarf an Flüssigkeit. Deshalb ist auch in der kalten Jahreszeit das richtige und vor allem ausreichende Trinken von großer Bedeutung. Ideale Getränke sind Mineralwässer mit einem Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2:1. Abwechslung und Genuss beim Trinken sind besonders wichtig, da Vielfalt und Geschmack der konsumierten Getränke einen entscheidenden Einfluss auf die Höhe der Gesamt-Flüssigkeitszufuhr haben. Ein über den Tag verteilter Getränkekonsum von ca. 2 - 2,5 Liter ist empfehlenswert. Abwechslung können Fruchtsaftschorlen sowie Früchte- und Kräutertee bringen, wobei letztere besonders in der kalten Jahreszeit einen „heißen“ Tipp darstellen.

Fazit

Mit der richtigen Auswahl der Weihnachtsleckereien sowie regelmäßiger körperlicher Aktivität kommen Sie fit durch die Weihnachtszeit und können ohne lästige Pfunde ins neue Jahr starten.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Diätplan, Ernährungsplan, Kalorienbedarf, Kalorienverbrauch