Essen und Trinken für den perfekten Schulanfang

03. September 2007

Ernährungsplan für Schulanfänger

(IS) Die unbeschwerte Ferienzeit ist vorbei. Für viele Kinder und Jugendliche hat der Ernst des Lebens wieder begonnen. Und um den mentalen Anforderungen in der Schule gerecht zu werden, empfiehlt es sich auf ein richtiges Ess- und Trinkverhalten zu achten. Der menschliche Körper erbringt die besten Leistungen, wenn er über den ganzen Tag verteilt angepasste Mengen Energie und vor allem Flüssigkeit in Form von Mineralwasser oder Saftschorlen bekommt.

Ohne Frühstück läuft nichts

Für ein gesundes, ausgewogenes Frühstück im Kreis der Familie fehlt oft die Ruhe. Überall herrscht Hektik, um ja pünktlich am Arbeitsplatz oder in der Schule zu sein. Doch gerade das Frühstück nimmt eine Schlüsselrolle ein, um erfolgreich in den Tag zu starten. Denn auch im Schlaf verbraucht der Körper Energie. Die für die Herztätigkeit, die Atmung und das Immunsystem verbrauchte Energie wird hauptsächlich aus Kohlenhydraten bereitgestellt. Diese sollten dem Körper schnellstmöglich wieder zugeführt werden. Denn gut gefüllte Kohlenhydratspeicher in der Leber und in der Muskulatur sind eine wichtige Voraussetzung für die optimale Leistungsfähigkeit unseres Gehirns und unserer Muskeln. Allein für Gehirnaktivitäten werden 5-6 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde verbraucht. Das sind im Schnitt 120-150 Gramm pro Tag.

Sowohl Müsli mit frischem Obst als auch Vollkornbrot mit süßem Belag wie Honig oder Marmelade eignen sich bestens um den über Nacht verringerten Energiespeicher wieder aufzufrischen. Bei diesen Lebensmitteln ist sowohl die Menge als auch die Zusammensetzung der Kohlenhydrate sehr schulgerecht. Über Brot bzw. Müsli werden die komplexen Kohlenhydrate in nennenswerten Mengen bereitgestellt. Diese sorgen für eine kontinuierliche Energiefreisetzung. Eine Initialzündung ermöglichen die schnellverfügbaren Kohlenhydrate aus dem Obst bzw. den süßen Brotaufstrichen Honig und Marmelade.

Mit der richtigen Zwischenmahlzeit bleibt man mental auf Zack

Ein zeitgemäßer Pausensnack zeichnet sich durch ein ausgewogenes Kohlenhydratspektrum, durch einen niedrigen Fettgehalt und durch einen hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen aus. Diese Anforderungen erfüllen beispielsweise eine Portion Karotten (200g), eine Orange, ein fettarmes Fruchtjogurt oder eine Scheibe Vollkornbrot mit Frischkäse.

Auf Süßigkeiten, Desserts oder Limonadengetränke sollte lieber verzichtet werden. Die in diesen Lebensmitteln enthaltene Zuckermenge schießt mitunter so schnell ins Blut, dass der Körper bei großen Mengen unter Umständen sehr extrem reagiert und den schnell und stark angestiegenen Blutzuckerspiegel ebenso schnell und stark wieder „herunterregelt“. Fällt der Blutzuckerspiegel unter das Ausgangsniveau, spricht man von einer reaktiven Hypoglykämie, die zu Konzentrationsschwächen, Leistungsabfall und erhöhter Müdigkeit führen kann.

Trotzdem sollte man kein schlechtes Gewissen haben, wenn man ab und zu auf ein Stück Schokolade zurückgreift. Gerade gegen Ende eines anstrengenden Schultags kann sie einem den letzten Kick geben.

Auch rechtzeitiges und ausreichendes Trinken nicht vergessen!

Nur wer rechtzeitig trinkt, also bevor der Durst sich meldet, kann Leistungstiefs in der Schule vermeiden. Dabei ist nicht nur wichtig wie viel, sondern vor allem auch was getrunken wird. Zur Zufuhr der durchschnittlich erwünschten Flüssigkeitsmenge von 1,5-2 Liter (Grundschulkinder sollten pro Tag ca. einen Liter trinken) in Form von Getränken eignen sich vor allem mineralstoffreiche Mineralwässer, Schorlen und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees.

Je nach Mineralisierung des Wassers kann das zusätzliche Getränk während des Unterrichts zudem kalorienfrei einen Beitrag zur Deckung eines möglicherweise bestehenden Mineralstoffdefizits leisten. Zu den Nährstoffen, die Kinder und Jugendliche häufig zu wenig aufnehmen, gehört Calcium, das für die Knochenstabilität während des Wachstums unentbehrlich ist. Calciumreiche Mineralwässer wie z.B. Rosbacher enthalten pro Liter mindestens 200mg Calcium. Wird schon während des Unterrichts mehr getrunken, könnten bestehende Defizite dieses wichtigen Mineralstoffs ausgeglichen werden. Und weil „was Hänschen nicht lernt, der Hans umso schwerer lernt“, sollten bereits Kindergarten- und Grundschulkinder eine ausreichende und über den Tag verteilte Getränkeaufnahme erlernen.

Fazit

Einem erfolgreichen Start ins neue Schuljahr steht nichts mehr im Wege, wenn jeden Tag ein gesundes und ausgewogenes Frühstück eingenommen wird und kleine Zwischenmahlzeiten sowie Getränke richtig ausgewählt und regelmäßig verzehrt werden.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

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