Urlaubszeit ist Erholungszeit – Stress-Regeneration mit Anti-Stress-Ernährung

30. Juli 2007

Stressbewältigung im Urlaub dank eines Ernährungsplanes

(IS) Endlich Urlaub! Endlich eine Verschnaufpause vom beruflichen Alltag! Und was man in dieser Zeit auf keinen Fall brauchen kann, ist negativer Stress. Um diesen so genannten Distress in der Urlaubszeit gar nicht erst aufkommen zu lassen bzw. um den Stresslevel generell zu senken, ist es ratsam, einmal so richtig die Seele baumeln zu lassen, sich mehr zu bewegen und auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen ist, zu achten.

So wirkt sich negativer Stress auf unseren Organismus aus

Wirken Stressfaktoren, die individuell sehr unterschiedlich sein können, über einen längeren Zeitraum auf unseren Körper ein, so wird dieser früher oder später mit Krankheit reagieren. Stress versetzt unseren Körper in Alarmzustand. In diesem Zustand schüttet er Hormone wie Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol und Corticosterol aus. Diese Hormone bewirken eine Erhöhung des Blutdrucks, des Blutzuckerspiegels sowie des Muskeltonus, was über kurz oder lang in Herz-Kreislauf-Problemen, Magengeschwüren, Schlaganfall oder Diabetes münden wird. Außerdem wird durch negativen Stress das Immunsystem geschwächt und Zellwände von Nerven- und Gehirnzellen angegriffen.

Wichtig gegen Stress: Die richtige Ernährung

Die bei Stress erhöhte Alarmbereitschaft des Organismus geht mit einem gesteigerten Verbrauch an Vitalstoffen wie Mineralien, Vitaminen und Kohlenhydraten einher, die durch die Nahrung wieder zugeführt werden müssen.

Kohlenhydrate – Die Energielieferanten

Um Leistungstiefs zu vermeiden, empfiehlt es sich, ausreichend Kohlenhydrate zu verzehren. Sie versorgen unser Gehirn sowie unsere Nerven- und Muskelzellen mit schnell verfügbarer Energie. Aber Vorsicht, denn Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate. Um nicht noch stressanfälliger zu werden, sollten sie von Selbstbelohnungen mit Süßigkeiten oder Kuchen Abstand nehmen. Die in diesen Produkten in hohen Konzentrationen enthaltenen „einfachen“ Kohlenhydrate führen innerhalb kürzester Zeit zu einem starken Anstieg des Insulinspiegels und damit zu einem schnellen Abbau der Blutzuckerkonzentration. Müdigkeit und erneute Hungergefühle sind die Folge.
Besonders wertvoll hingegen sind die so genannten „komplexen“ Kohlenhydrate aus Getreideprodukten (Vollkornbrot, Nudeln, Reis), Kartoffeln und Hülsenfrüchten. Diese Nahrungsmittel versorgen unseren Organismus nicht nur langsam und gleichmäßig mit Energie, sondern enthalten zudem noch weitere wertgebende Inhaltsstoffe wie Mineralien oder Ballaststoffe. Letztere sorgen für eine gute Darmtätigkeit und somit für eine kurze Verweildauer der Nahrung im Darm, wodurch unser Wohlbefinden noch zusätzlich gesteigert wird.

Vitamine und Mineralien zur Stressbewältigung

Vor allem die B-Vitamine wie Vitamin B1, das so genannte Nervenvitamin, B2, B6 und Niacin wirken nervenberuhigend und verringern den Stress. Nebenbei sind sie gut fürs Gedächtnis. Reichlich sind sie in Gemüse (Spinat, Avocado), Hülsenfrüchten, Kartoffeln, Vollgetreide, Keimlingen, Nüssen, Milch, Käse, Eiern, Bananen und Bierhefe vorhanden.

Bei den Mineralstoffen gilt Magnesium als das Antistressmineral Nummer 1. Aber auch Kalium und Calcium tragen zu einer erhöhten Stressresistenz bei. Diese Stoffe regulieren unter anderem die Erregungsvorgänge an Nerven, Muskeln und dem Herzen. Enthalten sind diese Mineralstoffe vor allem in Gemüse, Obst, Vollgetreide, Ölsaaten, Nüssen und fettarmen Milchprodukten.

Auch Trinken hilft

Neben der richtigen Ernährung ist auch das ausreichende und regelmäßige Trinken ein entscheidender Faktor im Kampf gegen den negativen Stress. Der tägliche Getränkekonsum sollte sich dabei auf circa 2-3 Liter – an heißen Sommertagen bzw. an Tagen mit intensiver körperlicher Belastung entsprechend mehr – belaufen. Optimale Getränke stellen Mineralwässer, Fruchtsaftschorlen und ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees dar. Bei der Flüssigkeitszufuhr mittels Mineralwasser sollte zudem auf einen hohen Gehalt an Calcium und Magnesium geachtet werden. Calciumreich ist ein Mineralwasser bei einer Konzentration von ≥ 200 mg/L, magnesiumreich bei ≥ 50 mg/L. Dem Körper wird somit nicht nur die benötigte Flüssigkeit zugeführt, sondern gleichzeitig auch eine bedeutende Menge an Antistressmineralien. Auf übermäßigen Kaffee- und Alkoholkonsum sollte auf Grund der dehydrierenden Wirkung verzichtet werden.

Fazit

Mit dem Einhalten dieser einfachen Ernährungs- und Trinktipps sowie mit ausreichender Bewegung an der frischen Luft wird sich der Stress auch bei Ihnen in Zukunft schwer tun.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Ernährungsplan, Konzentrationsschwäche, Stressbewältigung