Fit auf Piste und Loipe

02. Februar 2006

Mit Fitnesstraining auf die Wintersaison vorbereiten

(IS) Ski heil! Die Wintersaison 2005/2006 ist schon voll im Gang. Nahezu täglich sind Skistars, die elegant über die Pisten carven oder kraftvoll durch die Loipe brausen, auf dem Bildschirm zu bewundern. Da packt viele Freizeit-Skifahrer auch wieder die Lust, die eigenen Bretter aus den Tiefen des Kellers hervorzukramen und selber loszulegen. Aber genauso wie eine gute Piste bzw. Loipe für Sie präpariert bzw. gespurt werden muss, sollten auch Sie sich gut auf Ihr winterliches Sportvergnügen vorbereiten. Dazu gehört mehr, als nur die Ski bzw. die Langlaufski zu entstauben, zu wachsen und die Bindung zu überprüfen. Muskeln, Bänder und Gelenke sowie Herz und Kreislauf müssen ebenso gezielt vorbereitet werden.

Denn wer seinen Körper nicht auf die Belastungen auf der Piste einstellt, dem drohen schmerzhafte Verletzungen wie Bänderdehnungen und –risse oder Knochenbrüche.

Rechtzeitige und richtige Vorbereitung wichtig

Um den Körper optimal für das Unternehmen „Pistenabenteuer“ fit zu machen, sollte mindestens 6 Wochen, bevor es zum ersten Mal wieder auf die Bretter geht, mit regelmäßiger Skigymnastik begonnen werden. Ansonsten könnte es in den ersten Tagen zu Muskelkater und Schmerzen kommen, denn Beinmuskeln und Gelenke sind beim Skifahren bzw. beim Langlaufen ungewohnten Belastungen ausgesetzt. Generell gilt: Je kürzer die Vorbereitungszeit, desto höher das Verletzungsrisiko.

In zahlreichen Handbüchern und Videos geben Wintersport-Profis spezielle Übungstipps für Skifahrer bzw. Langläufer. Der Winterurlaub kann also schon im heimischen Wohnzimmer beim gemeinsamen Familientraining beginnen.

Eine weitere Möglichkeit der Vorbereitung besteht darin, auf Angebote von Sportvereinen zurückzugreifen. Diese bieten eine unter fachkundiger Anleitung stattfindende und auf die Anforderungen des Wintersports abgestimmte Skigymnastik an. In dieser werden Elemente aus verschiedenen Fitnessbereichen kombiniert. Trainiert wird 1-2-mal die Woche. Nach Aufwärmen und Dehnübungen folgt in der Regel ein Ausdauer- und Kraftteil, bevor die Trainingseinheit wiederum mit Dehnübungen abgeschlossen wird. In diesen Übungseinheiten werden vor allem Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit gezielt verbessert, aber auch der allgemeinen Beweglichkeit und der Koordination kommt diese Art der Vorbereitung zugute.

Optimale Ernährung gibt Power für den Pistenspaß

Auch wenn die Germknödel, der Kaiserschmarrn, die Pommes und der Jagertee noch so verführerisch ihren Duft in der Skihütte verbreiten – wer fit auf der Piste und in der Loipe sein will, sollte auf ein sportives Ess- und Trinkverhalten schon vor dem Skiurlaub achten. Hier einige praktische Tipps:

  • Vor Skitouren sollten größere Mahlzeiten mindestens 2-3 Stunden zurückliegen.
  • Zum Frühstück sind Müsli, Joghurt und frisch gepresste Fruchtsäfte empfehlenswert.
  • Während des Skifahrens lieber mehrere kleine als eine große Mahlzeit einnehmen.
  • Wichtig sind vor allem Kohlenhydrate, wie sie in Kartoffeln, Brot, Reis und Teigwaren enthalten sind. Sie stellen den Muskeln die erforderliche Energie zur Verfügung und sorgen somit für eine gesteigerte Leistungsfähigkeit.
  • Für zwischendurch eignen sich Vollkornkekse oder –zwieback, frisches Obst, Trockenobst sowie Tee oder Fruchtsäfte.
  • Unerlässlich ist es viel und oft zu trinken. Durch längere körperliche Belastung und die geringe Luftfeuchtigkeit in den Bergen werden dem Körper täglich mehrere Liter Wasser entzogen. Diese Flüssigkeitsverluste sollte man durch Fruchtsaftschorlen, natürliche isotonische Sportgetränke wie Rosbacher Sport, mineralstoffreiches Mineralwasser mit einem Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2:1 oder andere alkoholfreie Erfrischungsgetränke ersetzen.
  • Alkoholische Getränke sind nicht zu empfehlen, da sie die Reflexe verlangsamen und die Konzentrationsfähigkeit beeinflussen. Außerdem können durch eine psychische und physische Beeinträchtigung ihrerseits andere Wintersportler unschuldig zum Handkuss kommen.


    Vernunft ist Trumpf

Auch wer körperlich fit in den Urlaub startet, sollte sich vorsehen. Bevor es in schnellen Carving-Schwüngen talwärts geht oder mit Doppelstockeinsatz über die Loipe, macht ein gezieltes Aufwärmen Sinn. Das Aufwärmen ist für die Anpassung von Herz-Kreislauf - Tätigkeit und Atmung, für die Einstimmung der Muskeltätigkeit und des Muskelstoffwechsels sowie für die Verbesserung der Funktionsbereitschaft des passiven Muskelapparats unerlässlich.

Und wenn Sie bei der Abfahrt merken, dass die Kraft immer weniger wird, brechen Sie lieber ab oder gönnen sich eine Pause in einer der zahlreichen Skihütten. Des Weiteren erscheint es zu fortgeschrittener Tageszeit sinnvoll, wenn Kondition und Konzentration nachlassen und somit eine erhöhte Verletzungsanfälligkeit besteht, besondere Vorsicht walten zu lassen.

Aber mit einer optimalen Vorbereitung sollte langen Wintersporttagen im Rahmen eines erholsamen Winterurlaubs nichts im Wege stehen.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Fitness Ernährung, Fitnesstraining, Sporternährung