Macht Sauna dumm?

02. Dezember 2005

Konzentraionsschwächen nach der Sauna vermeiden

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(IS)Regelmäßiger Saunabesuch kann das Immunsystem stärken und vor Erkältungen schützen. Durch die wärmebedingte Vermehrung der Abwehrzellen wird das Immunsystem gestärkt und der Körper dadurch „abgehärtet“.

Sauna – Balsam für Körper du Geist

Aus einer aktuellen japanischen Studie geht hervor, dass ein Saunabesuch selbst bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dem Volksleiden Nr. 1 in Deutschland, möglich ist. Durch die Saunawärme werden die Blutgefäße in der Haut weitgestellt und somit der Kreislauf entlastet, sodass ein Saunabesuch bei bestimmten Formen des Bluthochdrucks sogar von Vorteil ist.

Ebenfalls angesagt ist das Saunabaden bei Erkrankungen der Atemwege, zum Beispiel bei einfacher chronischer Bronchitis oder Asthma bronchiale. Durch die bis zu 100 Grad Celsius heiße Luft in der Sauna erwärmt und entspannt sich die Bronchialmuskulatur der Atemwege. Dadurch wird die Schleimproduktion gefördert und vielen Atemwegspatienten fällt das Atmen nach dem Saunabaden leichter.

Eine weitere positive Wirkung der Sauna zeigt sich bei Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis oder Schuppenflechte. Durch das Saunieren wird die Haut stärker durchblutet, der Stoffwechsel angeregt und somit ihr Ernährungszustand verbessert. Des Weiteren wird durch das vermehrte Schwitzen die Haut gereinigt.

Bewährt haben sich Saunaanwendungen außerdem auch bei Sportverletzungen. Durch die leichte Überwärmung des Körpers werden die Heilungsvorgänge bei Muskel- oder Sehnenzerrungen gefördert. Allerdings muss bei größeren Blutergüssen mit dem Saunabaden so lange gewartet werden, bis die Gefäße wieder ganz verschlossen sind.

Sauna = Wasserlust

Jeder Saunagang ist mit Schwitzen verbunden, d.h. je häufiger und je länger sauniert wird, um so höher sind die Wasserverluste. Dadurch wird das Blut eingedickt, und auch die Hirnzellen werden nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt – die mentale Leistungsfähigkeit sowie der IQ sinken!

Wichtig beim Saunieren ist daher eine ausreichende Wasserversorgung mit den richtigen Getränken möglichst schon direkt nach dem Saunagang. Insgesamt gilt es, den gesamten Sauna bedingten Wasserverlust mit der mindestens 1,5fachen Menge in den Folgestunden zu ersetzen. Wer also 2 Liter Schweiß verliert (durch Wiegen einfach zu ermitteln) sollte mindestens drei Liter zusätzlich trinken. Da der Organismus aber nicht mehr als ein Liter pro Stunde effektiv verwerten kann, sind auch in den Folgestunden nach dem Saunabesuch entsprechende Trinkmengen einzuplanen.

Eine Abwechslung aus mineralstoffreichen Mineralwässern, alkoholfreien Erfrischungsgetränken oder Fruchtsaftschorlen kann den Genuss steigern und somit hilfreich sein, den Bedarf zu decken.

Da Schweißverluste unweigerlich mit Mineralstoffverlusten einhergehen, ist zum Ausgleich der Sauna bedingten Wasserverluste eine mineralstoffreiches Mineralwasser ideal. Mit dem Schweiß gehen auch die Mineralstoffe Calcium und Magnesium verloren und zwar im Verhältnis 2:1. Optimal zum Ausgleich ist daher ein Mineralwasser, dass diese beiden Elektrolyte ebenfalls in diesem Verhältnis enthält. Rosbacher Mineralwasser mit seinem „2:1 IDEAL“, zwei Teile Calcium zu einem Teil Magnesium, hat nicht nur dieses empfehlenswerte Verhältnis, es liefert beide Mineralstoffe auch in nennenswerten Mengen.

Dass Wasserdefizite zu Minderungen der geistigen Leistungsfähigkeit führen, konnte mit den Rosbacher-Trinkstudien eindrucksvoll dokumentiert werden. In einer dieser Studien, die unter der Leitung von Dr. Siegfried Lehrl, Universität Erlangen-Nürnberg, in Kooperation mit dem Institut für Sporternährung e.V., Bad Nauheim, und der Fachhochschule Fulda durchgeführt wurde, konnte festgestellt werden, dass selbst kurzfristige Unterschreitungen einer optimalen Versorgung mit Flüssigkeit noch am Folgetag, teilweise sogar auch danach erhebliche Nebenwirkungen haben. Auf Grund dessen sollte der Saunagang – der neben der erwähnten Dehydrierung und der damit verbundenen Einbuße der mentalen Leistungsfähigkeit jede Menge positive Aspekte birgt – nicht unbedingt am Tag vor einem wichtigen (Geschäfts-)Termin, einer wichtigen Prüfung oder allgemein höchste Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit des menschlichen Gehirns stellende Aufgaben durchgeführt werden.

Sauna macht also nicht dumm, nur wer sich „dumm“ verhält und den Wasserverlust nicht oder mit mineralstoffarmen Getränken ausgleicht, hat mit einer verminderten mentalen Kapazität am nächsten Tag zu rechnen. Aufgrund der Vielzahl von positiven Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, gilt für den Saunagang eine alte Regel aus Finnland, dem Ursprungsland der Sauna: „Wer zur Sauna gehen kann, darf auch in die Sauna gehen“.

Trotz aller finnischen Weisheiten sollte aus genannten Gründen aber nicht auf eine am Schweißverlust ausgerichtete Getränkezufuhr verzichtet werden.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Konzentrationsschwäche, Konzentrationsstörungen