Leichte Kost für heiße Tage

01. Juli 2005

Ernährungstipps für den heißen Sommer

(IS) Endlich sonnige und heiße Tage. Aber schweißtreibend sind sie auch. Dies kann zu Müdigkeit, Schwindel und Kreislaufproblemen führen. Doch mit der richtigen Speisen- und Getränkeauswahl kann viel dafür getan werden, dass auch Tage, an denen sich das Quecksilber oberhalb der 25 Grad Marke befindet, unbeschwert genossen werden können.

Sommer, Sonne, Schweiß – die richtige Ernährung

Essen und Trinken an Temperaturen anpassen

Hilfreich und sinnvoll ist es, die Ess- und Trinkgewohnheiten den Außentemperaturen anzupassen. Dabei sind leichte, fettarm zubereitete sowie vitaminreiche Gerichte eine bewährte Möglichkeit, den Körper auch an drückenden, schwülen Sommertagen fit zu halten.

Damit der Organismus nicht zusätzlich belastet wird, ist es von Vorteil, die Mahlzeiten auf mehrere kleine, weniger üppige Speisen zu verteilen. Deftige sowie fettreiche Gerichte sollten gemieden oder sogar ganz aus der Sommerküche gestrichen werden. Anstelle von fetter Schweinehaxe und Holzfällersteak sind Geflügelfleisch und Fisch zu bevorzugen. Ferner sollte die Ernährung mehr vegetarisch ausgerichtet sein. Das bedeutet, Fleischportionen halbieren und überwiegend auf leichtverdauliches, frisches Obst und Gemüse zurückgreifen.

Denn: Vitamine schützen! Sonne und erhöhte Ozonwerte führen dazu, dass im Körper besonders viele freie Radikale gebildet werden. Diese zerstören u.a. Zellen und greifen Gewebe wie die Haut an. Im schlimmsten Fall kann sogar Krebs entstehen. Ideales Gegenmittel sind natürliche Radikalfänger, wie ß-Carotin, Vitamin C und E. Geeignete Vitaminquellen sind:

  • Obst (Kiwi, Orangen, Zitronen, Aprikosen und Pfirsiche)
  • Grüngemüse
  • Tomaten
  • Kartoffeln
  • Getreide (Weizen, Mais)
  • Raps- und Weizenkeimöl

Im Sommer entscheidend: Das richtige Trinken

Eine große Rolle spielt neben der Auswahl der richtigen Speisen eine ausreichende und regelmäßige Flüssigkeitszufuhr. Die Empfehlung lautet regelmäßig, reichlich und bevor der Durst kommt zu trinken, wobei an heißen Tagen 2,5 Liter pro Tag das Minimum darstellen. Denn an heißen Tagen benötigt der Körper den Schweißverlusten entsprechend mehr Flüssigkeit und Mineralstoffe. Zudem steigt im Sommer der Gesamtflüssigkeitsbedarf auf über 3 Liter pro Tag. Dabei ist es von Vorteil, auf die richtige Getränkewahl zu achten. Denn beim Schwitzen gehen große Mengen an Natrium, Magnesium und anderen Elektrolyten verloren, die dem Körper wieder zugeführt werden müssen. Getrunken werden sollten deshalb vorzugsweise mineralstoffreiche Mineralwässer wie Rosbacher mit einem Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2:1, Schorlen und alkoholfreie Erfrischungsgetränke mit Mineralwasser, Früchte- oder Kräutertee.

Mineralwasser kann vom Körper schnell und leicht aufgenommen werden und ist daher zum Ausgleich von Flüssigkeitsdefiziten und Zufuhr wertgebender Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium besonders geeignet.

Nicht zu empfehlen sind alkoholische Getränke, die zwar, wie z.B. ein kühles Bier, kurzfristig den Durst stillen können, aber langfristig dem Organismus Flüssigkeit entziehen. Ferner ist von koffeinhaltigem Kaffee und Tee abzuraten, da sie zusätzlich schweißtreibend und genau wie Alkohol belastend auf den Kreislauf wirken. Auch sollten die Getränke nicht eiskalt getrunken werden, da kalte Getränke die körpereigene Wärmeproduktion anregen können.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Ernährungsplan