Ran an den Speck – Gewichtsmanagement durch Sport

01. März 2005

Erfolgreich abnehmen mit dem passenden Diätplan

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(IS) Das „Diäthalten“ ist weit verbreitet. Drei von vier Erwachsenen in Deutschland haben mindestens schon eine Diät durchgeführt. Doch fast immer enden die Abmagerungsversuche da, wo sie begonnen haben: Das alte Gewicht ist kurze Zeit nach der Diät wieder erreicht - oder sogar noch übertroffen. Noch nie waren die Deutschen so dick wie heute. Viele Diäten machen nicht dünn, sondern im Endeffekt dick.

Das dieses so ist, wird evolutionsgeschichtlich begründet: Von unserer Physiologie her sind wir auf das Überleben in Mangelsituationen eingestellt. Wird die Energiezufuhr drastisch reduziert, laufen die Lebensprozesse auf Sparflamme. Der Körper senkt seinen Kalorienverbrauch, um sich vor dem vermeintlichen Verhungern zu schützen. Und auch nach der Diät bleibt der Körper noch eine Zeitlang auf niedrigerem Niveau. Die Folge: Je mehr man diätet, desto mehr wiegt man. Experten sprechen vom „Jo-Jo-Effekt“. 

Wer gilt heute eigentlich als zu dick? Eine einfache Orientierungsgröße für die Beurteilung des Körpergewichts eines Erwachsenen ist das Normalgewicht nach Broca. Die Formel lautet: Körpergröße in Zentimeter minus 100. Der wegen seiner einfachen Handhabung häufig benutzte Broca-Index hat den Nachteil, dass sehr kleine oder große Personen oft falsch eingestuft werden. Deshalb wird das Gewicht mit der Formel für den Body Mass Index (BMI) berechnet: Dazu teilt man das Körpergewicht (in Kilogramm) durch die Körpergröße (in Metern) zum Quadrat. Liegt der ermittelte Wert zwischen 18 und 25, ist die Person normalgewichtig. Bis zu einem BMI von 30 liegt ein mäßiges Übergewicht vor, bei einem BMI über 30 Adipositas. Jede Woche preisen Zeitschriften die neuesten Diät-Programme. Das Institut für Sporternährung e.V., Bad Nauheim, nahm vor kurzem rund 60 Diäten unter die Lupe - und kam zu einem vernichtenden Urteil. Kaum eine Diät hält, was sie verspricht. Nur wenige Diät-Programme waren empfehlenswert.

Ein mehr an Bewegung und sportliche Aktivität muss berücksichtigt werden. Eine Kombination von Kraft- und Ausdauersportarten ist für das Körpergewicht ideal, denn sie erreicht eine Erhöhung des Grundumsatzes durch Muskelwachstum und gleichzeitig eine Reduktion der Fettmasse. Während die Fettzellen beim Ausdauertraining schmelzen, wachsen die Muskelzellen beim Krafttraining. Die Folge: Je mehr Muskeln der Körper besitzt, desto höher ist sein Energieverbrauch auch in Ruhe, desto geringer das Risiko einer Gewichtszunahme.

Ein weiterer positiver Effekt sportlicher Aktivität ist der Nachbrenneffekt. Nicht nur die körperliche Aktivität selbst, auch der Erholungsprozess nach dem Sport verbraucht Energie. Der Körper arbeitet nach dem Training auf einem erhöhten Niveau, das auch den Energieverbrauch erhöht. Dieser Effekt kann bis zu 8 Stunden anhalten.

In Verbindung mit Bewegung lässt sich eine erfolgreiche Umstellung der Ernährung leichter und positiver gestalten.
Aktuelle Studien zeigen, dass häufigere (5-7) kleinere Mahlzeiten am Tag den Körper besser mit Nährstoffen versorgen als nur 2-3 Hauptmahlzeiten und das dauerhafte Halten des Wunschgewichtes erleichtern. So wird nicht nur Tagestiefs, sondern auch der Einlagerung von Körperfett entgegengewirkt.

Während der Zeit des Fettabbaus fallen vermehrt harnpflichtige Substanzen an. Um diese Stoffe ausscheiden zu können, benötigt der Körper zusätzlich Wasser. Je weniger gegessen wird, umso mehr muss getrunken werden. Dabei trinken viele nicht einmal die zum Fitsein notwendige Mindestmenge von 1,5 bis 2 Liter täglich.

Wenn Sie mit dem Trinken warten, bis der Durst sich einstellt, ist es oft schon zu spät. Durst tritt erst auf, wenn ein Flüssigkeitsdefizit vorliegt. Auch das richtige und ausreichende Trinken muss trainiert werden. Sehr empfehlenswert ist mineralstoffreiches Mineralwasser. Kalorienfrei liefert es dem Körper, was er in dieser Phase braucht. Wenn das Mineralwasser wichtige Mineralien wie Calcium für die Knochenfestigkeit und das Anti-Stress und Sport-Mineral Magnesium im empfehlenswerten Verhältnis von 2:1 enthält, umso besser. Denn Calcium und Magnesium gehören zu dem Mineralstoffen, die mit üblicher Nahrung häufig zu wenig aufgenommen werden. Calciumreiche Mineralwässer enthalten pro Liter mindestens 150 mg Calcium.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Diätplan, erfolgreich abnehmen, gesund abnehmen