Fit für die Schule – Wer viel trinkt, denkt besser

10. September 2004

Konzentrationsschwächen in der Schule vermeiden

(IS) Die unbeschwerte Ferienzeit ist vorbei. Für viele Kinder und Jugendliche hat wieder oder zum ersten Mal der Ernst des Lebens begonnen. Auf deutschen Schülern lastet dabei immer noch der schlechte Ruf der PISA-Studie. Zahlreichen Schülern würde das Lernen und Aufpassen im Unterricht leichter fallen, wenn sie ausreichend getrunken hätten.

Fit für die Schule

Die Situation in Deutschland: Viele Schüler starten ohne Frühstück und ohne etwas zu trinken in die morgendliche Schulstunde. Ein Flüssigkeitsdefizit am Vormittag ist so praktisch vorprogrammiert. Eine 40 kg schwere Schülerin, die am Vorabend ab 20.00 Uhr nichts mehr trinkt, morgens nicht frühstückt und auch in den Schulstunden am Vormittag keine Getränke aufnimmt, hat so in der ersten Tageshälfte ein Flüssigkeitsdefizit von 900 ml. Das entspricht über zwei Prozent des Körpergewichts. Kein Sportler würde damit an den Start gehen. Und auch kein Schüler sollte mit diesem Defizit in die Schule kommen. Denn derartige Flüssigkeitsunterversorgungen reduzieren die geistige Leistungsfähigkeit nachweislich. Das Gehirn wird nicht mit den nötigen Nährstoffen versorgt, man ist unkonzentriert, müde und schlapp. Das Institut für Sporternährung e.V., Bad Nauheim, wies in den Rosbacher Trinkstudien nach, wie empfindlich die geistige Leistungsfähigkeit auf die Flüssigkeitsversorgung reagiert. Sie zeigen, dass sich durch das Trinken im Unterricht oder während der Vorlesung die mentale Leistungsfähigkeit und damit der Lernerfolg verbessern lassen. Für eine optimale geistige Leistungsfähigkeit reicht es nicht aus, die Wasserverluste des Vormittags durch einen vermehrten Konsum von Getränken am Nachmittag oder Abend auszugleichen.

Nur wer rechtzeitig trinkt, also bevor der Durst sich meldet, kann Leistungstiefs in Schule, Freizeit und Sport vermeiden. Dabei ist nicht nur wichtig wie viel, sondern vor allem auch wann und was getrunken wird. Mit dem richtigen Getränk werden neben Wasser auch wichtige Mineralstoffe wie z.B. Calcium und Magnesium aufgenommen. Calcium ist während des Wachstums für die Knochenstabilität unentbehrlich. Magnesium wird für jede Muskelbewegung benötigt. Ideal ist ein Mineralwasser mit dem Verhältnis Calcium zu Magnesium von 2:1. Ohne zusätzliche Kalorien ersetzt es Flüssigkeitsdefizite und liefert wichtige Mineralstoffe in dem Verhältnis wie es der Körper für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit benötigt. Auch Fruchtsaftschorlen im Mischungsverhältnis zwei Teile Mineralwasser zu einem Teil Saft eignen sich gut als Durstlöscher. Wird rechtzeitig zur Trinkflasche gegriffen, steht einem guten Start in das neue Schuljahr nichts mehr im Wege.

Rechtzeitiges und ausreichendes Trinken verbessert nicht nur die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit. Es hat auch Einfluss auf das Körpergewicht und die Nährstoffversorgung. Eine niedrige Wasserversorgung im Kindesalter verstärkt die Neigung zu Übergewicht. Umgekehrt kann jedoch eine über den Tag verteilte ausreichende Flüssigkeitsversorgung die Energieaufnahme über Lebensmittel reduzieren. Ein bekanntes Beispiel ist das Trinken von einem Glas Mineralwasser vor dem Essen, die Energieaufnahme kann dabei um etwa 10% verringert werden. Je nach Mineralisierung des Wassers kann das zusätzliche Getränk während des Unterrichts zudem kalorienfrei einen Beitrag zur Deckung eines möglicherweise bestehenden Mineralstoffdefizits leisten. Zu den Nährstoffen, die Kinder und Jugendliche häufig zu wenig aufnehmen, gehört Calcium. Calciumreiche Mineralwässer enthalten pro Liter mindestens 150 mg Calcium. Wird schon während des Unterrichts mehr getrunken, könnten bestehende Defizite dieses wichtigen Mineralstoffs ausgeglichen werden. Und weil „was Hänschen nicht lernt, der Hans umso schwerer lernt“, sollten bereits Kindergarten- und Grundschulkinder eine ausreichende und über den Tag verteilte Getränkeaufnahme erlernen. Calcium- und magnesiumreiche Mineralwässer oder Fruchtsaftschorlen sollten deshalb zu jeder Mahlzeit, insbesondere aber zum Pausenfrühstück zur Verfügung stehen. Zudem ist es notwendig, Kinder vor allem an heißen Tagen und/oder bei sportlicher Aktivität, z.B. beim Sportunterricht, an das Trinken zu erinnern.

Mit gut hydrierten Kindern kann die nächste PISA-Studie kommen. Und wer weiß, vielleicht schneiden wir dann besser ab als unsere Nachbarländer.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Konzentrationsschwäche