Aprilwetter

05. April 2004

Das Immunsystem gegen wechselhaftes Wetter stärken

(IS) Gestern Schneechaos, heute milde Temperaturen und morgen? Die Änderung der Großwetterlage, das sprichwörtliche Aprilwetter, macht uns im Frühjahr zu schaffen. Das Auf und Ab des Thermometers führt auch in unserem Organismus zu Schwankungen. Unsere Blutgefäße müssen sich den jeweiligen Temperaturen anpassen. Bei Wärme weiten sie sich, bei Kälte werden sie enger. Bei teilweise extremen Wetterschwankungen können sie sich im April nicht immer schnell genug anpassen. Die Folge: Schwindel und Kopfschmerzen. Derartige Witterungsreize können darüber hinaus noch zahlreiche andere Beschwerden wie Kopfschmerzen, seelische Störungen, Gereiztheit, Schlafstörungen und Migräne verursachen. Das Auf und Ab des Thermometers im Frühling schwächt unser Immunsystem und macht uns anfälliger für Erkältungsviren. Vor allem Frauen leiden unter diesen Wetterkapriolen, da sie generell feinfühliger sind und stärker auf Wetterveränderungen reagieren als Männer.

Immunpower gegen Aprilkapriolen

Wer Power gegen Depressionen und Müdigkeit tanken will, sollte gerade dieser Tage auf eine ausgewogene Ernährung und das richtige Trinken achten. Empfehlenswert ist eine kohlenhydrat- und ballaststoffreiche Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse und Salat. Sie bietet Power für das Immunsystem und hilft dem Körper, auch an Tagen, an denen der Kreislauf verrückt spielt, besser drauf zu sein. Kohlenhydrate liefern dem Körper ausreichende Mengen der Aminosäure Tryptophan, des Grundbausteins des als Glückshormon bekannten Serotonin. Tryptophan ist besonders in eiweißhaltigen Lebensmitteln wie Milch und Molkereiprodukten enthalten und ist die Grundlage dafür, dass Serotonin vom Körper gebildet werden kann. Unterstützt wird der Körper dabei durch Kohlenhydrate. Sie sorgen dafür, dass Tryptophan besser ins Gehirn gelangen und dort die "Gute-Laune-Wirkung" erzielen kann. Es kommt also auf die Kombination von Lebensmitteln an, die einerseits die Grundbausteine für Serotonin liefern, andererseits aber auch ausreichend Kohlenhydrate enthalten. Gerade an Tagen, an denen man sich schlapp fühlt, sollten fettreiche und schwer verdauliche Speisen vom Speisenplan gestrichen werden. Denn sie beanspruchen unsere Verdauung und machen daher zusätzlich müde und antriebslos. Der Kreislauf wird unnötig belastet.

Trinken hält den Kreislauf in Schwung

Wichtig: Viel trinken. Über den Tag verteilt sollten vor allem im April mindestens 2 Liter mineralstoffreiches Mineralwasser getrunken werden. Ideal im Verhältnis Calcium zu Magnesium von 2:1. Denn gerade an den teilweise schon sehr heißen Tagen im April gehen diese beiden Mineralstoffe vermehrt über den Schweiß verloren, und zwar im Verhältnis 2:1. Und genau in diesem Verhältnis sollten sie dem Körper wieder zugefügt werden, denn nur so bleibt die Maschine Mensch leistungsstark. Ebenso werden bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr Abfallprodukte des Stoffwechsels besser ausgeschieden. Über den Tag verteiltes Trinken kann sogar gegen Schwindelgefühle helfen, denn Grund für eine Kreislaufschwäche ist oft ein zu niedriger Blutdruck infolge eines Flüssigkeitsmangels.

Mehr Bewegung im Alltag

Zusätzlich eignet sich viel Bewegung an der frischen Luft. Diese steigert die Anpassungsfähigkeit von Kreislauf und Stoffwechsel. Auch ein so genanntes Gefäßtraining kann helfen, mit den Aprilkapriolen besser klar zu kommen. Heiß-kalte Wechselduschen eignen sich hervorragend dazu, den Organismus abzuhärten. Kältereize mittels kalter Güsse bringen die Gefäße auf Trab. Wichtig ist, an herzfernen Regionen zu beginnen, um eine Schockwirkung zu vermeiden. Besonders gut gegen wechselnde Wetterlagen sind auch regelmäßige Saunagänge. Der Wechsel zwischen heißer Luft und eiskaltem Wasser kurbelt Durchblutung und Stoffwechsel an. Denn langfristig hilft gegen Wetterfühligkeit Abhärtung!

Fazit

Wer munter und aktiv durch den April kommen möchte, sollte gerade in diesen Wochen auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten. Dazu reichlich mineralstoffhaltiges Mineralwasser und viel Bewegung an der frischen Luft. Zusätzliche Saunagänge fördern den Wohlfühl-Faktor. Übrigens: Wer diese Tipps nicht nur im April beherzigt, sondern auch die restlichen 335 Tage im Jahr, kann sich an Gesundheit und Power erfreuen!


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Immunsystem stärken, Wetterfühligkeit