Geändertes Trinkverhalten im Winter führt zu negativen Auswirkungen auf Gesundheit, Aussehen und Leistungsfähigkeit

18. November 2011

Das richtige Trinkverhalten für mehr Energie im Winter

Frau hält Tasse in der Hand

Was einige von uns schon an sich beobachten konnten, bestätigen nun aktuelle Studien: Unser Trinkverhalten im Winter unterscheidet sich von dem im Sommer. Über 80% verändern im Winter ihre Trinkgewohnheiten deutlich. Nicht immer in empfehlenswerter Weise, denn bei fast 20% geht dieses veränderte Trinkverhalten mit einer verminderten Gesamttrinkmenge einher, wie eine aktuelle Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag von Hassia Mineralquellen dokumentiert.

Deutliche Unterschiede beim Trinkverhalten im Winter und im Sommer

Das Durstgefühl richtet sich nach dem aktuellen Wasserbedarf und wird sehr fein reguliert. Zumindest sollte es das. Doch oft ist das Durstempfinden unterdrückt, sei es durch eine langfristige Anpassung an temporäre Wasserdefizite oder durch eine Überlagerung anderer psychologischer Faktoren wie Stress, Leistungsdruck oder der Angst vor zu häufigen Toilettengängen. Im Winter scheint das Durstgefühl weiteren Einflüssen zu unterliegen. Denn 18,3 % aller Befragten der repräsentativen GfK-Untersuchung trinken wegen eines veränderten Durstgefühls im Winter generell weniger, vor allem weniger Mineralwasser.

Deutlich mehr als die Hälfte (65 %) greift verstärkt zu warmen Getränken wie Tee und Kaffee. Und gut 25 % der Untersuchungsteilnehmer versuchen mit einem gesteigerten Konsum von Fruchtsäften für einen verbesserten Vitaminhaushalt zu sorgen.

Kaffeetasse auf dem SchreibtischWer in der kalten Jahreszeit warme Getränke vorzieht und dabei seinen Mineralwasserkonsum einschränkt, kann leicht ein Defizit an wichtigen Mineralstoffen wie Calcium und Magnesium bekommen. Zwar sind Tee und Kaffee nicht mineralstofffrei und je nach Region können relevante Calciummengen im für die Zubereitung verwendeten Trinkwasser enthalten sein, jedoch ist die Mineralisation des Trinkwassers den meisten nicht bekannt. Vor allem sportlich Aktive sollten einen Blick auf ihre Mineralstoffbilanz haben, da mit dem Schweiß entsprechende Mengen an Elektrolyten verloren gehen.

Wasserbedarf im Winter

Ist der Wasserbedarf im Winter tatsächlich geringer als im Sommer? Die allgemeinen Empfehlungen zur Trinkmenge sehen keine Unterschiede für die verschiedenen Jahreszeiten vor. Wo in den hiesigen Breiten die höhere Temperatur im Sommer für Schweiß bedingte Wasserverluste sorgt, da führt im Winter oft eine trockene Heizungsluft zu einem größeren Wasserbedarf. In modernen Büroräumen finden sich im Winter oft Luftfeuchtigkeitswerte von unter 40%rel. Luftfeuchte. Die Berufsgenossenschaften weisen seit Jahren auf diese Problematik hin und empfehlen zu Recht gerade im Winter auf entsprechend angepasste Trinkmengen zu achten. Führende Institutionen im Bereich der Arbeitssicherheit und des betrieblichen Gesundheitsmanagements warnen sogar vor dem Risiko vermehrter Erkältungskrankheiten durch eine geringe Trinkmenge im Winter. Sie empfehlen daher das regelmäßige und volumenmäßig angepasste Trinken als Präventionsmaßnahme. Auf Dauer kann eine zu trockene Heizungsluft negative Auswirkungen auf unser Erscheinungsbild haben. Trockene, spröde, rissige Haut, Haare und Nägel sind nicht selten die Folge.

Dass diese Appelle greifen, zeigt ebenfalls die bereits zitierte GfK-Studie. Wegen trockener Heizungsluft trinken bereits 13,7 % im Winter bewusst mehr. 8,7 % der über eintausend Befragten gaben dabei den Schutz vor Erkältungskrankheiten als Begründung an.

Geringere Wasseraufnahme durch veränderte Verzehrgewohnheiten im Winter

PlätzchenDoch nicht nur unser Trinkverhalten ist im Winter verändert, wir ernähren uns auch anders als im Sommer. In der kalten Jahreszeit stehen mehr fettreiche und süße Lebensmittel auf dem Speisenplan. Diese enthalten deutlich weniger Wasser als Obst und Gemüse, deren Verzehr im Winter überdies noch reduziert wird. So werden insgesamt weniger basische Lebensmittel aufgenommen. Neben einer geringeren Gesamtwasserzufuhr kann es so schnell zu einem Säureüberschuss im Körper kommen, der Säure-Basen-Haushalt kommt aus dem Gleichgewicht. Darunter leiden nicht nur unser Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit, sondern auch unsere Haut, Haare und Fingernägel.

Der Genuss basenreicher Mineralwässer mit nennenswertem Hydrogencarbonatgehalt kann helfen, den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Die veränderten Verzehrgewohnheiten und geringere Bewegungsumfänge führen auch dazu, dass im Winter oft deutlich an Gewicht zugelegt wird. Der Wunsch nach Gewichtsreduktionsmaßnahmen im Frühjahr ist dann allgegenwärtig, wie die sich im Frühjahr mit immer neuen Diätempfehlungen überbietenden Frauen- und Männermagazine beweisen.

Energiehalt von Fruchtsäften oft unterschätzt

Wer bereits im Winter die Basis für eine ansprechende Bikini-Figur und das ideale Sportgewicht im Frühjahr legen möchte, sollte es erst gar nicht zu Winterspeck und Hüftgold kommen lassen. Wenn 25,7 % der Befragten im Winter deutlich verstärkt zu Fruchtsäften wegen des Vitamingehalts greifen hat dieses Verhalten auch seine Schattenseiten. Denn Fruchtsäfte weisen zwar relevante Mengen an Vitamin C auf und liefern auch wichtige Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium. Aber der Energiegehalt von Fruchtsäften wird oft deutlich unterschätzt. So zeigt die Nährstoffdichte z.B. von Calcium und Magnesium, dass Fruchtsäfte hier im Durchschnitt deutlich geringere Werte aufweisen als Schorlen aus Fruchtsäften und einem mineralstoffreichen Mineralwasser.

Ein Motiv für den verstärkten Saftkonsum im Winter ist die Angst vor Erkältungskrankheiten. Als Hauptschutzfaktor wird hier gern das Vitamin C genannt. Die aktuelle Datenlage in der Literatur macht aber deutlich, dass die Versorgung mit Vitamin C im deutschsprachigen Raum nahezu den Empfehlungen entspricht und dass eine über die Zufuhrempfehlungen hinausgehende Aufnahme keinen Einfluss auf die Prävalenz von Erkältungskrankheiten besitzt. Dass neben der Vitaminversorgung auch Mineralstoffe und Spurenelemente für ein intaktes Abwehrsystem mitverantwortlich sind, ziehen viele Aktive oft nicht mit ins Kalkül.

Rosbacher ApfelschorleWer im Winter regelmäßig vermehrt zum reinen Saft greift, beeinflusst seine Energiebilanz erheblich. Eine Möglichkeit, den Wunsch nach Schutz vor Erkältungskrankheiten und angemessener Energiezufuhr zu verbinden stellen Saftschorlen aus Fruchtsäften und natürlichem Mineralwasser dar. Mit ihnen wird die Nährstoffdichte der Mineralstoffe deutlich verbessert und der Energiegehalt bei einem Mischungsverhältnis von 1:1 halbiert. Regelmäßig sportlich Aktiven empfiehlt sich zudem auf ein Calcium : Magnesium-Verhältnis von 2 : 1 im Mineralwasser zu achten. Da beide Elektrolyte in eben diesem Verhältnis in relevanten Mengen mit dem Schweiß verloren gehen, ist mit einem derartigen Mineralwasser die kompensierende Zufuhr leichter gewährleistet.

Für eine angemessene regelmäßige Magnesiumversorgung spricht darüber hinaus, dass Magnesium positiv auf die psychische Stabilität wirken soll. Um den Winterblues zu vermeiden oder ihm zu entkommen ist eine individuell optimierte Magnesiumversorgung eine Grundvoraussetzung.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Ernährungsplan, Wasserhaushalt