Hilfe, ich bin sauer! Bringen Sie Ihren Säure-Basen-Haushalt ins Gleichgewicht

30. Juni 2011

Optimale Leistungsfähigkeit während körperlicher Arbeit

Läuferin auf Wiese

„Sauer macht lustig!“ Doch was ist, wenn sich eine so genannte „Übersäuerung“ negativ auf unseren Körper auswirkt? Bei schweren, kraftlosen Beinen vergeht vermutlich nicht nur Sportlern der Spaß am Sport! Denn nichts geht mehr, wenn die Beine brennen! Schuld daran ist eine Ansammlung von Milchsäure in der Muskulatur.

Wenn während einer anstrengenden körperlichen Arbeit die Sauerstoffversorgung der Muskeln nicht mehr ausreicht oder der Energiebedarf in den Muskeln zu hoch ist, schaltet der Energiestoffwechsel auf die Milchsäureproduktion um, so kann er schneller Energie erhalten. Jedoch profitiert der Körper nur kurzfristig davon:
Kann die Anhäufung von Milchsäure in der Muskulatur nicht schnell genug abgebaut werden, steigt der saure pH-Wert in den Muskeln an und beeinträchtigt den kompletten Stoffwechselapparat. Denn Enzyme und Stoffwechsel können unter diesen Bedingungen keine optimale Leistung mehr bringen. Die Folge: Die Energiebereitstellung erlahmt, die Leistungsfähigkeit sinkt und die Gefahr von Muskelverletzungen steigt.

Milchsäure abpuffern

Um dennoch optimale Leistung zu erzielen, gilt es, die angefallene Milchsäure so schnell wie möglich aus den Muskeln abzutransportieren.

Frau beim StretchingUnser Körper ist hierfür mit einem überaus leistungsfähigen Puffersystem ausgestattet. Dieses Puffersystem agiert vergleichbar mit den Stoßdämpfern eines Autos: Es federt „Erschütterungen des pH-Werts“ ab, indem es bei einer Übersäuerung die überschüssigen Säuren an sich bindet und gegebenenfalls bei einer Säureabnahme die gebundenen Säuren wieder freisetzen kann. Dadurch kann der pH-Wert des Körpers reguliert und konstant gehalten werden.

Die Puffer des Körpers können aber nicht beliebige Mengen an Säuren aufnehmen und sind somit in ihrer Leistungsfähigkeit beschränkt. Überfordert beispielsweise eine Milchsäureansammlung das Puffersystem so wird ein pufferähnlicher Stoff, das Hydrogencarbonat aus der Knochenoberfläche gelöst, um den Säureüberschuss zu neutralisieren. Dabei gehen jedoch auch wichtige Mineralien wie Magnesium und Calcium aus den Knochen verloren. Sie gelangen in gelöster Form über das Blut zu den Nieren und werden ausgeschieden. Eine latente Verschiebung des pH-Werts zum Sauren hin hat auf Dauer gesehen somit verheerende Folgen für unsere Knochenfestigkeit: Selbst ein geringfügiger Abfall des Blut-pHs innerhalb des Normalbereichs kann zu einem messbaren Anstieg der Calcium-Ausscheidung im Urin führen. Es ergibt sich dadurch ein Zusammenhang zwischen einer latenten Übersäuerung (Azidose) und einer Abnahme der Knochendichte. Langfristig wird durch diesen Prozess somit die Gefahr einer Osteoporose im hohen Alter (Knochenaufweichung) erheblich erhöht!

Die Pufferkapazität steckt im Wasser

Frau trinkt ein Glas WasserWer vor und während des Sports zu einem mineralstoffreichen Mineralwasser mit einem hohen Calcium- und Magnesiumgehalt im Verhältnis 2:1 und einem Hydrogencarbonatgehalt von mindestens 1000 mg pro Liter greift, kann sein Puffersystem unterstützen. Die im Blut gelösten Hydrogencarbonationen agieren als Puffer und bilden zusammen mit der aufgenommenen Milchsäure Kohlensäure, die sofort in Kohlendioxid und Wasser zerfällt und über Lunge und Nieren ausgeschieden wird. Dadurch wird die Pufferkapazität des Körpers schnell und effektiv erhöht. Je höher der Hydrogencarbonatgehalt und damit die Pufferkapazität im Blut, desto mehr Laktat kann aus der Muskelzelle entfernt werden. Somit wirkt eine ausreichende Versorgung mit einem mineralstoffreichen Mineralwasser einer pH-Wert-Verschiebung kalorienfrei entgegen und hilft, einer so genannten „Übersäuerung“ vorzubeugen, die Leistungsfähigkeit kann durch die gesteigerte Pufferkapazität verbessert werden. Dieses Verfahren ist auch als Soda-Doping bekannt.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Ernährungsplan, Gesund ernähren, Inneres Gleichgewicht, Muskelaufbau