Mineralwasser – Wasser mit dem Gesundheitsplus: Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen in Mineralwasser

02. März 2011

Optimale Leistungsfähigkeit durch das richtige Trinken

Glas Mineralwasser

Es ist fast nie der Fall, dass die gesamte Menge an Nährstoffen, die im Getränk, Lebensmittel oder in einer Mahlzeit enthalten ist, auch vom Körper aufgenommen wird. Nährstoffe können in Lebensmitteln zwar vorhanden, aber dennoch nur schlecht oder gar nicht verfügbar sein. Man spricht hier von der Bioverfügbarkeit der Nährstoffe in einem Lebensmittel. Der Begriff Bioverfügbarkeit beinhaltet neben der Menge eines Nährstoffs in einem Lebensmittel all die Größen, die Einfluss darauf haben, wie viel davon vom Körper aufgenommen werden kann und dem Körper zur Verfügung steht.

Die Bioverfügbarkeit beschreibt die Menge, die dem Körper von der im Lebensmittel oder Getränk enthaltenen Menge theoretisch zur Verfügung steht. Die Resorption oder Absorption beschreibt die Menge, die vom Körper tatsächlich aufgenommen wird, und Retention die Menge, die im und vom Körper tatsächlich genutzt wird.

Kanne mit MilchIn natürlichem Mineralwasser liegen die Mineralstoffe bereits gelöst in ionisierter Form vor. Sie haben eine hohe Bioverfügbarkeit. Wissenschaftler der Universität Wien stellten 1997 eine Studie zur Bioverfügbarkeit von Calcium und Magnesium aus verschiedenen Lebensmitteln vor. Die höchste Bioverfügbarkeit wurde dabei in Heil- und Mineralwasser festgestellt. 92 Prozent des ursprünglichen Magnesiumgehalts und 84,2 Prozent des Calciumgehalts von Heil- und Mineralwasser stehen hiernach dem Körper zur Verfügung. Ein ähnlich gutes Ergebnis konnte nur noch bei Milch mit 79,9 Prozent für Calcium und 89,3 Prozent für Magnesium nachgewiesen werden.

Verschiedene Resorptionsuntersuchungen bestätigen die gute Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen aus Mineralwasser. So konnte aufgezeigt werden, dass sowohl gesunde als auch Lactose-intolerante Personen eine Calciumresorption aus Mineralwasser aufweisen, die der aus Milch vergleichbar ist. Die Resorption von Calcium aus Milch liegt bei 37 Prozent, die aus Heil- und Mineralwasser bei 38 bis 42 Prozent. Die Quote kann auf über 46 Prozent gesteigert werden, wenn ein calciumreiches Mineralwasser zu einer Mahlzeit getrunken wird.

Rosbacher Medium und Rosbacher NaturellIst ein Nährstoff resorbiert, heißt das nicht automatisch, dass es auch zu der gewünschten Wirkung kommt. Der Weg zum Ziel erfordert das Überwinden einer weiteren Etappe: Die Retention oder das Zurückhalten des Nährstoffs im Körper. Ein Beispiel: Es ist wenig effektiv, den Durst mit zwei Litern Wasser auf einmal decken zu wollen. Das Wasser wird zwar aus dem Verdauungstrakt absorbiert und geht ins Blut. Doch eine solche Menge Wasser kann „auf einmal“ nicht in die Zellen gelangen, in denen das Wasser eigentlich fehlt. Daher wird es von den Nieren zeitnah wieder ausgeschieden. Deshalb ist es ratsam regelmäßig über den Tag verteilt in kleinen Portionen den Wasserhaushalt aufzufüllen. Entsprechendes gilt für die Verwertung und Retention der anderen Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe.

Für den Alltag bedeutet das: Über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen mineralstoffreiches Mineralwasser trinken, idealerweise mit einem Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2:1, so können diese beiden wichtigen Mineralstoffe optimal vom Körper aufgenommen werden.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Ernährungsplan, Wasserhaushalt