Trink dich schlau – der erste Schultag kann kommen

30. Juli 2010

Ohne Konzentrationschwächen in die Schule starten

2 Schüler in der Klasse beim Lernen

(IS)Die Ferien neigen sich langsam dem Ende – vorbei ist die Zeit der Unbeschwertheit für alle Schülerinnen und Schüler. Bald heißt es wieder, die Schulbank drücken. Vorbei damit auch die Schonfrist für das Gehirn unserer Kinder, was wieder vollen Einsatz zeigen muss. Damit das Gehirn optimal arbeiten kann, benötigt es wichtige Nährstoffe. Da das Gehirn zu 75% aus Wasser besteht, ist offensichtlich, dass sich hier sofort ein Flüssigkeitsmangel bemerkbar macht.

Die Folgen: Müdigkeit, Unkonzentriertheit und Aufmerksamkeitseinbußen. Um mentalen Leistungseinschränkungen vorzubeugen, ist es daher wichtig, über den Tag verteilt mehrere kleine Portionen mineralstoffreiches Mineralwasser zu trinken. Und das gilt schon morgens bevor man in die Schule geht. Über Nacht verliert der Körper oftmals unbemerkt große Mengen an Flüssigkeit. Kinder und Jugendliche starten demnach schon mit einem Wasserdefizit in den Tag. Da häufig die erste Mahlzeit des Tages, das Frühstück, ausgelassen wird, wird gleichzeitig versäumt, ausreichend zu trinken. Das Defizit setzt sich dann im Laufe des Vormittags in der Schule fort, wo Getränke, insbesondere während des Unterrichts, oftmals verboten sind. Eine Sportstunde oder Spiele in der Pause erhöhen das Flüssigkeitsdefizit weiterhin, so dass die Lernfähigkeit der Schüler immer mehr Richtung Nullpunkt sinkt.

Erhöhter Wasserbedarf, aber schlechtere Thermoregulation bei Kindern

Kinder beim Klettern auf dem SpielplatzIm Vergleich zu Erwachsenen haben Kinder einen erhöhten Wasserbedarf. Ihr Wasseranteil im Körper und der Wasserstoffwechsel im Verhältnis zu Körpergewicht und Körperoberfläche sind gegenüber Erwachsenen deutlich größer. Deshalb sind Kinder in besonderem Maße von Flüssigkeitsverlusten betroffen. Sie produzieren relativ zu ihrer Körpermasse mehr Wärme, haben aber eine geringere Schweißproduktion als Erwachsene. Ihre Thermoregulation arbeitet nicht so effektiv wie bei Erwachsenen. Bei geringen Flüssigkeitsdefiziten kommt es daher bei Kindern bereits zu einem schnellen Anstieg der Körpertemperatur, der Körper kann überhitzen. Diese Hitze steigt im wahrsten Sinne des Wortes zu Kopf: Das Denkvermögen reduziert sich auf ein Minimum.

Das wichtigste „Brain-Food“ ist daher Wasser. Mindestens 1,5 Liter sollten Kinder am Tag trinken. Nicht nur die Menge ist dabei entscheidend, genauso wichtig ist es auch, über den Tag verteilt zu trinken. Mineralstoffreiche Mineralwässer mit einem Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2:1 sind ideal geeignet. Aber auch eine Apfelschorle mit ihrem natürlichen Anteil des Spurenelementes Bor ist als Brain-Drink gut geeignet.

Das Mahlzeitentiming muss stimmen

Mit leichten, nichtbelastenden Zwischenmahlzeiten und dem richtigen Mahlzeitentiming wird die mentale Leistungsfähigkeit zusätzlich verbessert. Die circadianen Tagesschwankungen des Blutzuckerspiegels werden ausgeglichen. Eiweißsubstanzen, z.B. aus Milch und Milchprodukten, können bei gleichzeitiger Aufnahme von Kohlenhydraten die Stimmungslage in der Schule und die Motivation beim Lernen auch tagsüber verbessern.

Hochwertiges Eiweiß ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal geeigneter Stimmungsmahlzeiten. Die höchste Eiweißqualität erreichen Kombinationen aus pflanzlichen und tierischen Eiweißquellen. Eiweißbausteine sorgen in Kombination mit Kohlenhydraten für gute Laune in der Schule. Diese günstigen Substanzen enthalten z.B. Joghurt mit Haferflocken oder ein Vollkornbrötchen mit Hüttenkäse. Die Kohlenhydrate einer geeigneten Zwischenmahlzeit sind der bereits angesprochene Energie- und Stimmungsaktivator für das Gehirn. Hier macht es die Kombination der Kohlenhydrate: Trauben- und Haushaltszucker für schnelle, kurzfristige Energie, Milchzucker und Maltodextrine für mittelfristige, und Stärke für langfristig zur Verfügung stehende Energie.

Hüttenkäse auf BrotEnthält eine Zwischenmahlzeit alle Kohlenhydrate in einem ausgewogenen Verhältnis, ist sie der ideale Energiespender. Sie sorgt für schnellen Nachschub, ohne den Insulinspiegel dramatisch anzuheben. Sie hält die Energiezufuhr längerfristig aufrecht und stabilisiert so die mentale und körperliche Leistungsfähigkeit. Ideal ist daher immer eine Kombination aus Getreide, Milchprodukt und Obst bzw. Gemüse. In die Frühstücksdose gehört demnach z.B. ein Roggenbrot mit Käse und dazu ein Apfel oder ein Milchreis mit Obst.

Der erste Schultag kann kommen

Wer über den Tag mehrere kleine Portionen mineralstoffreiches Mineralwasser trinkt, gut gestärkt mit einem ausgewogenen Frühstück in den Tag startet und kohlenhydratreiche Zwischenmahlzeiten verzehrt, versorgt sein Gehirn optimal mit Wasser und Kohlenhydraten – die beste Voraussetzung für den Start in das neue Schuljahr und einen ganzjährigen schulischen Erfolg!


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Ernährungsplan, Konzentrationsschwäche