No Doping – Puschen mit natürlicher Energie

30. Oktober 2009

Energieschub mit dem richtigen Ernährungsplan

 (IS) Unser Arbeits- und Freizeitleben hat sich geändert. Die immer größer werdenden Belastungen am Arbeitsplatz und im Privatleben fordern ihren Tribut: Immer mehr Deutsche geben zu, regelmäßig zu Doping-Mitteln zu greifen, um körperlich und geistig fit zu sein. Geschluckt werden in erster Linie Mittel gegen Depressiva, Aufmerksamkeitsstörungen und Demenz. Gesundheitliche Schäden werden dabei einfach in Kauf genommen. Dabei bietet uns die Natur ausreichend Mittel, die uns helfen können.

Natürliches Doping durch B-Vitamine

Kartoffeln mit QuarkAktivität und Leistungsfähigkeit, die Merkmale eines gesunden Körpers. Um fit und aktiv zu bleiben, braucht unser Körper nicht nur Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiß und Fette, sondern auch Vitamine. Speziell die B-Vitamine sind für die körperliche Leistungsfähigkeit von großer Bedeutung. Sie sind an einer Vielzahl von Stoffwechselvorgängen beteiligt. Ohne eine ausreichende Versorgung mit diesen Vitaminen ist ein volles Ausschöpfen des Leistungspotentials eingeschränkt und die Regenerationsfähigkeit und Immunabwehr beeinträchtigt. Ein Mangel ist häufig die Ursache von Lustlosigkeit, Abgeschlagenheit und Müdigkeit.

Besonders häufig sind Vitamin B1 und B6 in Kartoffeln, Vollkornbrot, Geflügel- und Schweinefleisch, sowie Hülsenfrüchten zu finden. Vitamin B12 ist ausschließlich in tierischen Produkten, wie Fleisch, Milch- und Milchprodukten enthalten. Folsäure, die übrigens sehr empfindlich auf Licht und Hitze reagiert, ist in frischem Gemüse vorhanden. Essen wir ausreichend und regelmäßig diese Lebensmittel, können wir fit, aktiv und voller Energie durchs Leben starten.

Mood-Food gegen den Alltags-Blues

Bevor es zu ernsten, krankhaften Veränderungen der Gemütslage kommt, kann man schon mit wenigen kleinen „Maßnahmen“ beim Essen und Trinken und durch gezielte Bewegungseinheiten die Niedergeschlagenheit minimieren. Dabei hilft das „Glückshormon“ Serotonin. Es hat eine große Auswirkung auf unser Wohlbefinden, denn es wird für die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen benötigt. Wie viel Serotonin sich im Gehirn befindet, hängt zu einem großen Teil von dem ab, was gegessen wird. Schale mit HaselnüssenEssen dient nicht nur der Sättigung, sondern ist zudem eng verbunden mit Gefühlen, Stimmungen und Erlebnissen. Essen wir zum Beispiel Schokolade oder trinken süße Getränke, z.B. Fruchtsaftschorlen oder Limonaden, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Neben den Kohlenhydraten können so bestimmte Aminosäuren schneller in die Körperzellen gelangen. Nicht so Tryptophan, die Vorstufe des Serotonins. Der relative Anteil des Tryptophans im Blut steigt, es kann im Gehirn mehr Serotonin synthetisiert werden. Ein Gefühl des „Glücklichseins“ stellt sich ein. Bestimmte Lebensmittel können demnach die menschliche Gefühlswelt beeinflussen und sozusagen „gute Laune“ bewirken. Mit einer zielgerichteten Ernährung kann also einer depressiven Verstimmung und ihren körperlichen Auswirkungen in gewissen Grenzen entgegen gewirkt werden.

Süßes für die Stimmung

Kohlenhydrate spielen in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Sie können unseren Gemütszustand wesentlich verbessern, indem sie in den Serotoninspiegel eingreifen. Durch die Kombination mit eiweißhaltigen Lebensmitteln wie Molkereiprodukten und Fleisch werden die grundlegenden Bedingungen zur Serotoninsynthese geschaffen. Es kommt also auf die Kombination von Lebensmitteln an, die einerseits die Grundbausteine für Serotonin liefern, andererseits aber ausreichend Kohlenhydrate enthalten.

Kohlenhydratreiche Speisen und Getränke können als echte Nervennahrung bezeichnet werden. Sie wirken der inneren Anspannung und auch Stimmungstiefs entgegen, in Verbindung mit Haselnüssen wird die „Glücklichmacher-Wirkung“ vergrößert, denn Haselnüsse enthalten den wichtigen Eiweißbaustein Tryptophan. Der sorgt dafür, dass im Gehirn ausreichend Serotonin gebildet werden kann. Süße Getränke in Kombination mit z. B. Studentenfutter sind daher durchaus empfehlenswert, um die Laune aufzuhellen.

Hallo Wachmacher

Knäckebrot mit HüttenkäseAuch Eiweiß in Verbindung mit Koffein ist gut geeignet, um täglichen „Durchhängern“ entgegen zu wirken. Denn die in eiweißreicher Nahrung enthaltene Aminosäure Tyrosin ist Wegbereiter für zwei weitere Botenstoffe, die im Gehirn für schnelle Reaktionen verantwortlich sind. Koffein beschleunigt die Durchblutung, macht wach und verbessert die Stimmungslage. Zwischendurch also ein Rosbacher Drive (Kohlenhydrate und Koffein) oder ein Brötchen mit Hüttenkäse (Eiweiß) und dazu noch eine frische Paprika. Diese enthält den Scharfstoff Capsaicin, der im Gehirn „Glückshormone“ freisetzen kann.

Kleine Wehwehchen weg trinken

Um Müdigkeit, Unkonzentriertheit sowie Abgeschlagenheit vorzubeugen, sollte viel und über den Tag verteilt getrunken werden. Durch Flüssigkeitsmangel wird das Blut dickflüssig und wichtige Nährstoffe, wie z.B. Kohlenhydrate und Sauerstoff gelangen nur sehr langsam an ihre Zielorte wie dem Gehirn und der Muskulatur. Damit alle biologischen Funktionen optimal ablaufen können, muss für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gesorgt werden.

Fazit

Den Griff zur Pillendose kann man sich also getrost sparen und damit auch Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Bluthochdruck oder Übelkeit reduzieren. Achtet man auf eine ausgewogene Ernährung, die reich an B-Vitaminen, Eiweiß und günstigen Kohlenhydraten ist, trinkt man über den Tag verteilt reichlich Mineralwasser, gelegentlich Fruchtsaftschorlen sowie koffeinhaltige Getränke und bewegt man sich regelmäßig an der frischen Luft, ist diese Lebensweise das beste Doping für Körper, Seele und Wohlbefinden.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Ernährungsplan, Konzentrationsschwäche