So trotzen Sie der Frühjahrsmüdigkeit

26. Februar 2010

Der Frühjahrsputz von innen

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(IS) Frühling: Die Sonne blinzelt durch die Wolken, die Natur erwacht, Vögel zwitschern… nur der Mensch hat dieser Tage Probleme, in Schwung zu kommen. Trotz heller werdender Tage hinkt der Körper hinterher. Das liegt daran, dass unsere innere Uhr nachgeht. Denn auch der Körper muss sich von Winter auf Sommer umstellen. Im Winter sind längere Schlafphasen vorgesehen, diese sind im Frühjahr bedeutend kürzer. Es kann daher vorübergehend zu einem Schlafdefizit kommen. Zudem fordert der Winter mit viel Dunkelheit, einem Mangel an Licht, Sauerstoff und Bewegung seinen Tribut.

Die Hormone spielen verrückt

Im Frühjahr wird klar Schiff im Körper gemacht, quasi ein Frühjahrsputz von innen. Müdigkeit, Gereiztheit und Unkonzentriertheit können daher auf einem Ungleichgewicht zwischen den körpereigenen Botenstoffen Melatonin und Serotonin beruhen: Hormonell betrachtet produziert der Körper im Winter mehr vom "Schlafhormon" Melatonin. Dieses wird vermehrt bei Dunkelheit gebildet, in den helleren Jahreszeiten nimmt es ab, wodurch in der Übergangsphase ein Schlafdefizit und dadurch Erschöpfung entstehen kann. Die Produktion von Serotonin, unserem „Gute-Laune-Hormon“, dagegen wird durch Lichtreize angeregt. In den dunklen Monaten werden die Reserven an Serotonin im Gehirn aufgebraucht. Die Sonne kurbelt die Hormonproduktion erst allmählich wieder an. Wenn nun im Frühjahr die Tage länger werden, befinden sich diese beiden Hormone in einer Umstellungsphase und bringen Stimmung und Schlafrhythmus durcheinander. Dazu kommt, dass im Frühjahr die Zellteilung verstärkt stattfindet – ein Prozess, der den Körper zusätzliche Energie kostet. Steigen die Temperaturen im Frühjahr, weiten sich die Blutgefäße in der Haut, um für Kühlung zu sorgen. Dafür wird allerdings mehr Blut benötigt, das den Organen entzogen wird. Dadurch sinkt der Blutdruck. Dazu kommt der niedrige Luftdruck, der das Atmen erschwert, wodurch weniger Sauerstoff aufgenommen wird.
Die Symptome der Frühjahrsmüdigkeit machen sich über mehrere Wochen in einer andauernden Minderung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit, verbunden mit Müdigkeit, körperlicher Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche, Antriebs- und Lustlosigkeit, Gereiztheit, deutlichen Stimmungsschwankungen und einem erhöhten Schlafbedürfnis bemerkbar.

Trinken Sie die Frühjahrsmüdigkeit weg

Müsli auf dem Ernährungsplan gegen KonzentrationsschwächeGerade dieser Tage ist neben einer ausgewogenen Ernährung das richtige Trinken für die geistige Fitness das A und O. Wer ausreichend trinkt, sorgt dafür, dass das Blut dünnflüssig bleibt und wichtige Nährstoffe dort hintransportiert, wo sie benötigt werden. Beispielsweise wird auf diese Weise das Gehirn optimal mit Sauerstoff und Kohlenhydraten versorgt. Die mentale Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit wird so gefördert, Müdigkeit und Schlappheit entgegengewirkt. Außerdem ist Trinken das beste Anti-Aging-Mittel im Kampf gegen Fältchen. Gerade im Frühjahr ist unsere Haut von der Kälte der Wintermonate und von Heizungsluft gekennzeichnet. Die Zellen benötigen wieder Wasser, um prall gefüllt zu sein und einen schönen Teint zu bilden. Zusätzlich hilft trinken, überflüssige Pfunde loszuwerden. Heißhunger wird gebremst, Fettabbauprodukte optimal ausgeschieden. Kaffee, Schwarztee und Alkohol wirken allerdings kontraproduktiv – sie pushen zuerst, führen danach aber zu noch mehr Schlappheit. Am besten eignen sich jetzt mineralstoffreiches Mineralwasser, aber auch Frucht- und Gemüsesäfte, am besten in Form von Schorlen. Gerade jetzt sollten mindestens 2,5 Liter am Tag getrunken werden, um den Kreislauf auf Touren zu bringen. Außerdem unterstützt leicht verdauliche Kost, auf besser fünf als drei Mahlzeiten aufgeteilt, den Körper bei der Umstellung auf die wärmere Jahreszeit.

Mit der Nahrung Energie tanken

Meist fehlen dem Körper nach dem Winter Vitamin B, C und E sowie Eisen, Magnesium, Selen, Zink, Kalzium und Kalium. Wer jetzt Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente nachtankt, kann der Frühjahrsmüdigkeit trotzen. Reichlich Vollkornprodukte, Obst, Gemüse und Salat geben dem Körper einen Vitamin-Kick. Trockenfrüchte helfen gegen akute Müdigkeit. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Süßes gegessen wird. Süßigkeiten verursachen einen raschen Anstieg des Blutzuckers, der aber dann durch einen hohen Insulinausstoß wieder steil nach unten geht. Dadurch wird die Müdigkeit nur noch weiter gesteigert. Durch die vermehrte Aufnahme von Ballaststoffen über Vollkornbrot, Müsli, und Gemüse werden starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels vermieden.

Aktiv in den Frühling starten

Um die Serotoninproduktion weiter anzukurbeln, ist es außerdem wichtig, sich möglichst viel im Freien aufzuhalten. Körperliche Betätigung stabilisiert den Kreislauf und stärkt darüber hinaus das Immunsystem. Besonders günstig sind alle Sportarten, die im Freien ausgeführt werden können, z.B. Wandern, Walking, Joggen, Rad fahren. Für Herz und Kreislauf ist die Sauna besonders gut. Sie aktiviert die körpereigene Regulation und schützt so die Gesundheit vor den Wetterlaunen des Frühlings.

Fazit

Achten Sie auf Ihre Flüssigkeitszufuhr in Verbindung mit einer nährstoffreichen Ernährung und versuchen Sie, sich möglichst viel in der Natur zu bewegen, dann können sie den Frühling in allen Zügen genießen.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Ernährungsplan, Konzentrationsschwäche