Gib dem Weihnachtsspeck keine Chance

30. Dezember 2009

Ernährungsplan an den winterlichen Kalorienbedarf anpassen

 (IS) Weihnachtszeit - Zeit der Plätzchen, Schokoweihnachtsmänner und Festtagsessen. Leider kommt zu dem Genuss oft das schlechte Gewissen. Nach den Feiertagen werden dann Diäten durchgeführt, um das vermeintlich zugenommene Gewicht wieder abzuspecken. Die ganzen Weihnachtsleckereien werden als dickmachend und ungesund angesehen. Dass der Körper mehr Energie im Winter benötigt, vergessen dabei viele.

Durch die kalten Temperaturen verbraucht der Körper mehr Kalorien, um seine Temperatur konstant zu halten. Nicht umsonst ist die Lust auf süße und deftige Speisen im Winter ausgeprägter als im Sommer. Hunger auf etwas Süßes liegt zudem in der Natur des Menschen. Begehen Sie daher nicht den Fehler, rigoros Verbote zu machen. Denn gerade, wenn wir uns bestimmte Lebensmittel verbieten, kreisen unsere Gedanken um so mehr um diese „verbotenen“ Genüsse. Die Folge: Heißhunger. Denken Sie besser: Alles ist erlaubt, aber in Maßen und mit Genuss. Die positive Konsequenz: Da wir alles essen dürfen, verlieren selbst die sonst verbotenen Lebensmittel ihren Reiz.

Das Maß entscheidet

Nicht dass man nascht, sondern wie viel man nascht ist entscheidend. Wer nebenbei, sei es bei der Arbeit, beim Fernsehen oder beim Autofahren, eine Tafel Schokolade verputzt, hat dabei wahrscheinlich weniger Genuss als derjenige, der sich bewusst Zeit zum Naschen nimmt. Häufig reicht diesem Genießer schon eine Rippe Schokolade, um seinen Süßhunger zu befriedigen. Wer regelmäßig seinem natürlichen Süßhunger nachkommt, vermeidet zudem Heißhungerattacken. Versuchen Sie es doch einmal mit einem heißen Kakao. Er stillt nicht nur unseren Hunger auf Süßes. Aktuelle Studien haben ergeben, dass Kakao eine höhere Konzentration an Antioxidanzien enthält, als bisher vermutet. Antioxidanzien gelten als natürlicher Zellschutz. Der Genuss von Kakao kann uns so vor Krebs und Herzerkrankungen schützen. Außerdem können bestimmte Stoffe in Kakao und Schokolade unsere Stimmung heben. Diese Stoffe sorgen dafür, dass im Gehirn der Botenstoff Serotonin gebildet wird. Und gerade beim Abnehmen ist es wichtig, dass unsere Stimmung nicht in den Keller rutscht, damit das so genannte „Frustfressen“ vermieden wird. Merken Sie sich daher: Maßvoll und genussvoll. Und Sie werden feststellen, dass weniger mehr ist.

Manche Leckerei ist besser als ihr Ruf

Immer den Kalorienbedarf im Auge behaltenZudem sind viele leckere Festtagsspeisen besser als ihr Ruf. Der klassische Gänsebraten enthält zum Beispiel neben den Vitaminen A, B1, B2 und B6 auch Kalium und Zink. Kombiniert mit Rotkohl und Knödeln kommen noch Vitamin C und viele Kohlenhydrate aus den Knödeln hinzu. Auch die oft als Sünde empfundene Schokolade hat einiges an Nährstoffen zu bieten. Neben Kohlenhydraten enthält sie auch nennenswerte Mengen an Kalium, Eisen und Magnesium. Zudem finden sich in der Schokolade so genannte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. Vor allem die antioxidativ wirkenden Flavonoide. Diese Stoffe reagieren mit zellschädigenden Sauerstoffradikalen und machen sie unschädlich. Je höher der Kakaoanteil der Schokolade ist, desto höher ist auch der Gehalt an den genannten Nährstoffen. Außerdem macht Schokolade durch den Gehalt an Tryptophan glücklich. Diese Aminosäure wird im Gehirn zu Serotonin umgewandelt, das auch als „Glückshormon“ bezeichnet wird.

Bewegung hilft

Und wer doch einmal zu viel genascht hat, der sollte auch die kalten Tage dazu nutzen, sich viel an der frischen Luft zu bewegen. Der Vorteil der kalten Temperaturen liegt darin, dass wir mehr Energie aufbringen müssen, unsere Körpertemperatur zu halten, d.h. wir verbrauchen mehr Kalorien im Winter. In Kombination mit Bewegung entsteht so ein richtiger Fatburner, die Kalorien aus Plätzchen und Co. schmelzen dahin. Aber auch bei den kalten Temperaturen gilt: Trinken nicht vergessen. Trinken Sie reichlich Mineralwasser bevor der Durst sich meldet.

Fazit

Das Essen in der Weihnachtszeit muss keine dickmachende Sünde sein, sondern ist Genuss und Wohlbefinden pur. Sünde wäre es, sich die schönen Dinge des Lebens zu untersagen. Denn dafür ist das Leben nun wirklich zu kurz. Gerade deshalb ist die Weihnachtszeit eine gute Gelegenheit, wieder mehr zu genießen.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Diätplan, Ernährungsplan, Kalorienbedarf, Kalorienverbrauch