Trinken gegen das Vergessen

31. August 2009

Konzentrationsschwächen durch Ernährungsplan vermeiden

(IS) Um im Alter und auch in jungen Jahren geistig fit zu bleiben, spielt die regelmäßige Zufuhr kleiner ausgewogener Mahlzeiten und geeigneter Getränke eine bedeutende Rolle. Viele der mit dem Älterwerden oft beobachteten Kennzeichen wie beispielsweise Gedächtnisprobleme werden zu Unrecht als altersbedingt beschrieben, sie sind lediglich altersassoziiert. Sowohl die körperliche als auch im Besonderen die mentale Leistungsfähigkeit kann durch ausreichende Nährstoff- und Flüssigkeitsaufnahme auf hohem Niveau stabilisiert werden. So sind ein großer Teil der mit zunehmendem Alter zu beobachtenden Gedächtnisprobleme auf eine zu geringe und vor allem zu unregelmäßige Getränkeaufnahme zurückzuführen.

Apfel und Wasserglas Vom Sport her kennt man es: In regelmäßigen Abständen wird zum Getränk gegriffen. Denn ein optimaler Hydrationszustand ist ein entscheidender Faktor beim Erbringen der maximal möglichen Leistung. Diese Tatsache trifft jedoch nicht nur beim Sport, sondern auch im Alltag zu. Eine zu geringe oder zu späte Flüssigkeitsaufnahme beeinflusst die physische und mentale Leistungsfähigkeit in der Schule, im Studium oder im Beruf negativ. Richtiges Trinken und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind Voraussetzung für das allgemeine Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Mit dem richtigen Ess- und Trinkverhalten können Sie mentalen Leistungseinbußen wirkungsvoll gegensteuern.

Ohne Wasser geht’s nicht

Wasser ist für den Körper lebensnotwendig. Ohne etwas zu essen, kann der Mensch einige Wochen überleben. Doch schon zwei Tage ohne etwas zu trinken, bedingen ernsthafte gesundheitliche Probleme. Denn Wasser hat viele verschiedene Funktionen und Aufgaben im menschlichen Organismus inne. Kein Stofftransport, keine Energieverbrennung, keine Muskelbewegung und keine Gehirntätigkeit funktionieren ohne Wasser. Alle Vorgänge im Körper laufen in Anwesenheit von Wasser ab. So ist es kaum verwunderlich, dass der menschliche Körper zu ca. 60% aus dem Lebenselixier besteht.

Die Vielfältigkeit der Funktionen und Aufgaben von Wasser im menschlichen Körper verdeutlicht, wie wichtig regelmäßiges Trinken ist. Vor allem wer Sport treibt oder Denkleistungen erbringt, sollte besonders häufig zum Getränk greifen.

Trinken für mehr Leistung

Mädchen mit GlasStudien, wie beispielsweise die Rosbacher Trinkstudien über das Trinkverhalten von Schülern, zeigen, dass sich durch das Trinken im Unterricht die mentale Leistungsfähigkeit und damit der Lernerfolg direkt verbessern lassen. Dennoch trinken viele Menschen zu wenig und erreichen häufig nicht die von ernährungswissenschaftlichen und sportmedizinischen Fachgesellschaften empfohlene tägliche Flüssigkeitszufuhr. Besonders unabhängig von den Mahlzeiten werden Getränke zu selten und zudem nicht aus gesundheitsorientierten oder leistungsphysiologischen Gründen verzehrt. Es wird davon ausgegangen, dass allein bis zu 30 Prozent aller SchülerInnen ohne Frühstück und oft auch ohne etwas zu trinken in die Schule starten. Doch nicht nur SchülerInnen weisen suboptimale Flüssigkeitszustände für eine hohe mentale Leistungsfähigkeit auf. In der Rosbacher Trinkstudie III wurde festgestellt, dass auch Studenten mit erheblichen Trinkdefiziten an Lehrveranstaltungen teilnehmen. Bereits zu Vorlesungsbeginn wiesen 2/3 der Studenten eine suboptimale Wasserversorgung auf. Dieser Zustand verschlechterte sich im Verlauf der Veranstaltung weiter aufgrund fehlender Getränkeaufnahme.

Durstig ist man weniger leistungsfähig

Die Folge einer chronisch unzureichenden Wasseraufnahme oder auch kurzfristigen Flüssigkeitsdefiziten stellen nachweislich Einschränkungen der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit sowie reduzierte Gedächtnisleistungen dar. Bei neutraler Umgebungstemperatur bewirkt allein ein temporäres Flüssigkeitsdefizit von nur 2% eine Verschlechterung der körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit um 4-8%. Dies wird mit dem negativen Einfluss auf die Herz-Kreislauf-Funktion bzw. auf die Temperaturregulation begründet. Kommt es nicht zu einer rechtzeitigen Flüssigkeitsaufnahme wird Blut und Gewebe zunehmend Wasser entzogen. Das Blut dickt dadurch ein, fließt langsamer und harnpflichtige Substanzen können nicht mehr in ausreichendem Umfang ausgeschieden werden. Des Weiteren ist in diesem Zustand die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Muskel- und Gehirnzellen herabgesetzt.

Regelmäßiges Trinken bringt es

Die Leistungsfähigkeit des Gehirns wird nicht nur durch die regelmäßige Zufuhr kohlenhydratreicher Speisen auf einem optimalen Level gehalten, sondern bedarf auch einer regelmäßigen Flüssigkeitszufuhr. Dies liegt darin begründet, dass der Köper nicht in der Lage ist, größere Flüssigkeitsmengen effektiv zu speichern und pro Stunde nur ca. 500-800 ml Flüssigkeit aufnehmen kann. Deshalb ist es wichtig, über den Tag verteilt kleinere Mengen Flüssigkeit zu sich zu nehmen, auch während der Arbeits- oder Schulzeit. Nur durch die regelmäßige Flüssigkeitszufuhr können temporäre Wasserdefizite vermieden und damit die mentale Leistungsfähigkeit erhalten oder sogar gesteigert werden. Daher sollte schon morgens mit dem Trinken begonnen und am besten die Menge an Getränken, die im Laufe des Tages getrunken werden soll, bereit gestellt werden.

Der empfohlene Richtwert für die Höhe der Gesamtzufuhr von Wasser beträgt beim Erwachsenen durchschnittlich etwa 2 bis 2,5 Liter pro Tag, wobei Sporttreibende entsprechend ihres Schweißverlustes mehr Flüssigkeit und Mineralstoffe benötigen. 60 %, rund 1,5 Liter, der Gesamtzufuhr an Wasser sollen mit Getränken abgedeckt werden. Die restlichen 40 Prozent werden mit der festen Nahrung und in Form von Oxidationswasser aus dem Stoffwechsel aufgebracht.

Bezogen auf ihren Energieumsatz haben Kinder und Jugendliche im Vergleich zu Erwachsenen einen noch höheren Wasserbedarf. Der Wasseranteil an der Gesamtkörpermasse liegt deutlich höher als bei Erwachsenen. Zudem ist der Wasserstoffwechsel aktiver. Deshalb sollten Kinder zwischen 7 und 10 Jahren ca. 1 Liter und Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag trinken. Je nach Umgebungsbedingungen (z.B. Hitze, sportliche Aktivitäten etc.) muss die Flüssigkeitsmenge entsprechend gesteigert werden. Doch genau diese Altersgruppen trinken oft nicht genügend. Das kann auch daran liegen, dass in den meisten Schulen das Trinken nur in den Pausen erlaubt ist, obwohl es schon morgens wichtig ist, regelmäßig zu trinken, da ein Flüssigkeitsdefizit im Laufe des Tages nicht wieder ausgeglichen werden kann.

Clever sein und das Richtige trinken

SäfteBei der Flüssigkeitszufuhr sind Mineralwässer mit einem Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2:1, Fruchtsaftschorlen, Kräuter- und Früchtetees den Vorzug zu geben. Mineralwasser kann vom Körper schnell und einfach aufgenommen werden und ist daher zum Ausgleich von Wassermängeln und außerdem zur Bedarfsdeckung von wichtigen Mineralstoffen, wie Calcium und Magnesium, besonders geeignet. Doch auch Abwechslung und Genuss sind beim Trinken wichtig, da sie einen entscheidenden Einfluss auf die Höhe der Gesamtflüssigkeitszufuhr haben können. Diese Abwechslung können Fruchtsaftschorlen und Erfrischungsgetränke sowie Funktionsgetränke mit natürlichem Koffein wie z.B. Rosbacher Drive bringen, die zudem einen Beitrag zur geistigen Fitness leisten können.

Zusätzlich spielt auch der richtige Zeitpunkt eine Rolle. Dabei steht an erster Stelle: Trinken bevor der Durst kommt! Es reicht nicht aus, den im Laufe eines Tages entstandenen Flüssigkeitsmangel mit einer vermehrten Zufuhr am Abend auszugleichen. Damit das Wasser und die darin enthaltenen Mineralstoffe überhaupt vom Körper aufgenommen werden können und nicht sofort wieder ausgeschieden werden, bewährt es sich, kleine Mengen über den Tag verteilt zu trinken.

Zusammenfassung

Die physische und mentale Leistungsfähigkeit geht stark mit der jeweiligen Hydrationsbedingung einher. Nur durch eine ausreichende und regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme kann die Leistungsfähigkeit des Gehirns und des Körpers aufrechterhalten werden. Regelmäßiges Trinken bevor der Durst kommt stellt dabei eine Mindestvoraussetzung für die individuelle geistige Leistungsfähigkeit dar. Dabei kann durch eine regelmäßige und abwechslungsreiche Getränkeaufnahme sowohl kurzzeitigen Flüssigkeitsdefiziten als auch einer generell zu niedrigen Wasseraufnahme entgegen gewirkt werden. So können Sie das Vergessen vergessen.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

Schlagworte: Ernährungsplan, Konzentrationsschwäche