Sport:

Track‘ Dich Fit! Mit Fitnesstrackern zu mehr Fitness?

01. Dezember 2017

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Die Suche nach Weihnachtsgeschenken läuft auf Hochtouren. Praktisch, sinnvoll, sportiv - und hilfreich zur Optimierung des eigenen aktiven und gesundheitsorientierten Lebensstils? Die Lösung: Ein Fitness-Tracker!

Überwachen und motivieren

Bewegungsmangel ist ein führender Risikofaktor für gesundheitliche Probleme: In der Europäischen Region lassen sich laut WHO jährlich 1 Mio. Todesfälle (etwa 10% aller Todesfälle auf Bewegungsmangel zurückführen. Mit Hilfe eines Trackers kann die tatsächliche Bewegung kontrolliert werden. Da vor allem die Bewegung im Alltag zu kurz kommt, kann schon ein einfacher Schrittzähler dazu motivieren, die Treppe anstelle des Aufzugs zu nutzen, um die Anzahl der Schritte zu erhöhen.

Zunächst dient ein Fitnesstracker dazu, die eigenen Aktivitäten zu überwachen und zu dokumentieren. Neben dem einfachen Schrittzähler finden sich inzwischen Gesamtaktivitäts- und Pulsmesser, Schlafsensoren sowie GPS-Funktionen. Damit können neben dem Pulsverhalten auch die zurückgelegte Distanz und Geschwindigkeit inkl. Höhenmeter, Kalorienverbrauch, sowie Schlafqualität und inzwischen sogar der Blutzucker erfasst werden. Über korrespondierende Apps auf dem Smartphone lassen sich u.a. Kalorienaufnahme und Trinkmenge ermitteln.

Lust und Last

Daneben sind die Geräte auch hervorragende Motivationstrainer. Sie animieren zum regelmäßigen Aufstehen vom Bürostuhl, können Geh- und Laufrouten vorgeben und am Ende des Tages zu einem Spaziergang auffordern, um die fehlende Tagesschrittzahl doch noch zu erreichen.

Eigene Aktivitäten mit anderen zu teilen und zu vergleichen macht Spaß und animiert dazu, Umfänge und Intensitäten zu steigern. Aber den Tracker immer wieder zu kontrollieren und Pausen einzulegen, um Daten abzurufen raubt Zeit. Hier gilt es, einen sinnvollen Mittelweg zu finden. Die erreichten Ziele müssen zur Motivationssteigerung nicht zwangsweise in Social Media-Apps hochgeladen werden. Viele Fitness-Apps bieten heute die Funktion, sich direkt mit Freunden, Familienmitgliedern oder Kollegen zu duellieren.

Tracker sind nur so gut wie ihre User

Direkt nach der Anschaffung werden Tracker meist regelmäßig verwendet. Aber bereits nach sechs Monaten lässt die Nutzung im Schnitt dramatisch nach. Der Motivationsfaktor „Wearable“ wirkt dann nicht mehr. Der Nutzer hat keinen für ihn erkennbaren Wert aus der Nutzung gezogen. Denn eine Änderung des Lebensstils, sei es durch mehr Bewegung oder mit einer gesünderen Ernährung, sollte intrinsisch motiviert und nicht aufgrund von Influencern erfolgen. Deshalb ist nicht das Gerät als solches entscheidend, sondern die Person, die das Gerät nutzt. Ist die Bereitschaft etwas zu verändern grundsätzlich vorhanden, kann die objektive Messung dazu führen, dass das Verhalten auch geändert wird.

Ambitionierte, aber realistische Ziele sind wichtig. Das vorgegebene Ziel, z.B. 10.000 Schritte an sieben Tagen in der Woche zu gehen, wird dann erreicht, wenn es vom heutigen Verhalten nicht zu weit entfernt ist. Mit Hilfe des Trackers können Kontrolle und Durchhalten erleichtert werden. Kleine Glücksmomente entstehen durch die Belohnung des Trackers beim Erreichen der Ziele.

Wearables sind keine Wunderwaffen gegen Bewegungsmangel und Übergewicht. Sie können aber zweifellos ein nützliches Hilfsmittel auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden und einer besseren Fitness sein. Und damit sind sie auch ein perfektes Weihnachtsgeschenk.


Quelle:

DEUTSCHES INSTITUT FÜR SPORTERNÄHRUNG e.V.
In der Aue 30-32
61231 Bad Nauheim
www.dise.online.

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